Schlagwort: Management

07.12.2018
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„Aufmerksamkeit ist immer die Währung“

Frau Niedner, Konkurrenz belebt zwar den Markt, genießt aber im Zwischenmenschlichen keinen guten Ruf. Meistens wird sie mit Neid und Missgunst konnotiert. Ist das gerechtfertigt?  Barbara Niedner: Verhaltensbiologisch gesehen beschreibt Konkurrenz einfach den Wettbewerb um knappe Ressourcen und darum, agil wandlungsfähig zu sein, um sich an vorhandene Umweltbedingungen wie aktuell die Digitalisierung anpassen zu können. Im …
06.12.2018
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Auch der Aufsichtsrat sollte sich äußern

Im Krisenfall soll nicht nur die Unternehmensführung kommunizieren, sondern auch der Aufsichtsrat. Dabei sei es unerheblich, ob diesem Außenkommunikation durch das Aktienrecht untersagt sei. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsam vorgelegte Studie der Kanzlei Noerr, der Kommunikationsberatung Hering Schuppener Consulting und des Wirtschaftsprofessors Axel von Werder von der Technischen Universität Berlin. – Anzeige –   Die Autoren …
30.11.2018
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Buzzword-Bingo im Büro

An: alle@thecommsdepartment.deBetr.: Sum-up der Buzzdingsdas Liebe alle, habt Ihr mal ’ne Minute für mich? Ich bin entsetzt. Hatten wir nicht gesagt, wir wollen weg von dem üblichen Silodenken? Das stand doch ganz oben auf unserer Liste. Müssen wir fürs nächste Meeting besser orchestrieren. Ich schlage vor: Brainstorming im großen Konfi, dann ein paar Slides vorbereiten …
28.11.2018
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Erst der Sinn, dann das Vergnügen

Als Frithjof Bergmann in den 1970ern die bis dahin gängigen Arbeitsstrukturen als überholt darstellte und so den Begriff „New Work“ prägte, hätte er sich wohl nicht träumen lassen, noch im Jahr 2018 so viel Bürostaub damit aufzuwirbeln. Gleichermaßen gewundert hätte ihn sicher auch, dass industrielle Strukturen mit starren Hierarchien, festen Zeit- und Aufgabenstrukturen so lange …
21.11.2018
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Pressestellen im Großraumwahn

Der Baukonzern Bilfinger gab zum Umzug seiner Zentrale in einen Neubau eine Pressemitteilung heraus. Man wolle „die Mitarbeiter näher zusammenbringen“, schrieb das Unternehmen, und zwar in „Räumlichkeiten, die den Anforderungen an die modernere Arbeitswelt entsprechen.“ – Anzeige –   Moderne Arbeitswelten – bei Bilfinger (und nicht nur da) versteht man darunter „Open Space“ oder auch …
20.11.2018
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„Kommunikation ist das beste Gehirnjogging“

Herr Beck, welche Schritte geht das Gehirn beim Lernen? Henning Beck: Zuerst einmal brauche ich ein Problem, das mich nervt. Ich muss unzufrieden sein. Ich muss mich in das Problem einarbeiten, Fragen stellen und dann zu einem Punkt kommen, an dem ich keine Lust mehr habe. Dann gehe ich auf Distanz zum Thema. Währenddessen wird …
13.11.2018
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Wie effektiv sind Brandbriefe?

„Unsere derzeitige geschäftliche Situation ist sehr ernst“, schrieb der Vorstand des Automobilzulieferers Continental im Spätsommer an weltweit 400 Führungskräfte. Ein halbes Dutzend der 27 Geschäftsbereiche habe wiederholt selbstgesteckte Ziele nicht erreicht: „Daher die klare Ansage: Auf diesem falschen Gleis fahren wir keinen Meter mehr: Dieser Zug stoppt genau hier und jetzt!“ Die Metapher hätte auch …
12.11.2018
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Schluss mit Druck und Basta-Methoden

Heutige Chefs sehnen sich ab und an zurück zur längst ausgedienten Basta-Kultur. Schließlich war bis in die Sechzigerjahre hinein die Arbeitswelt vergleichsweise einfach. Führungskräfte ordneten an, Mitarbeiter führten aus. Unternehmen waren geprägt von hierarchischen Strukturen und strikten Weisungsbefugnissen. – Anzeige –   Dann hielt ein neues Führungsverständnis Einzug. Die simple Anweisung passte immer weniger zu …
30.10.2018
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„Im Umgang mit Expats sind Firmen oft planlos“

Frau Seelmann-Holzmann, in Ihrem Buch „Cultural Intelligence“ schreiben Sie, es herrsche allgemeine Konzeptlosigkeit, wenn es um die Entsendung von Mitarbeitern nach Asien geht. Das war 2011. Hat sich etwas geändert in den vergangenen Jahren? Hanne Seelmann-Holzmann: Die Betreuung von Entsendungen ist ein Nischenthema. Ich denke, das liegt an der sogenannten Ähnlichkeitsfalle: Wir sehen in Asien …
23.10.2018
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Kommunikatoren fehlt es an Methodenkompetenzen

Kommunikatoren sollten Methoden und Denkwerkzeuge kennen und anwenden können. Das bestätigten neun von zehn befragten Kommunikationschefs in einer aktuellen Studie der Universität Leipzig und der Unternehmensberatung Lautenbach Sass. Dazu wurden Antworten von 125 leitenden Kommunikationen in deutschen Großunternehmen ausgewertet. – Anzeige –   Der Studie zufolge werden in der Analyse, Planung, Umsetzung und Evaluation wiederkehrender …
22.10.2018
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Wie wir unsere Komfortzone verlassen

Das Komfortzonen-Modell kann man am besten mit drei Kreisen beschreiben. Der innerste Kreis ist die Komfortzone, in der Sie sich auskennen und wohlfühlen. Umschlossen wird diese von der Lern- oder Wachstumszone. In dieser lernen wir nicht nur Neues, sondern wir entwickeln darin auch unsere Persönlichkeit weiter. Der dritte Kreis ist die Panikzone. In ihr sind …
19.10.2018
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Großraumbüros gefährden die Kommunikation

Das agile Zeitalter lässt Grenzen verschwinden. Büros werden zu offenen Hallen mit großen Tischen, an denen Menschen arbeiten – oder so tun als ob. Unter sozialer Kontrolle besteht diese Neigung, wie man aus sozialpsychologischen Experimenten weiß. – Anzeige –   Bei mir persönlich lösen Großraumbüros Beklemmungen aus. Ich mache gern die Tür zu. Ich gehe …
01.10.2018
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Kommunikatoren, seid keine Duckmäuser!

Herr Wehrle, in Ihrem Vortrag haben Sie von Kommunikatoren mehr Mut zur Ehrlichkeit gefordert. Mut, Dinge auszusprechen, die für das Unternehmen, für den Sprecher selbst und für andere unbequem sind. Wir alle erinnern uns an den Fall des ehemaligen BER-Sprechers Daniel Abbou, der in einem Interview Wahrheiten unverblümt ausgesprochen hat. Er musste allerdings anschließend seinen Posten …
24.09.2018
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Analoge Kompetenzen sind gefragt

In der digitalen Transformation gilt es nicht nur technologische Fähigkeiten und Strukturen aufzubauen. Mit ihrer zutiefst menschlichen Komponente bedeutet sie auch eine „soziale Transformation“, die nach neuen personalen Kompetenzen verlangt. Das müssen Unternehmen und Führungskräfte berücksichtigen. Wie kann diese individuelle Entwicklung gefördert werden, um in der Konsequenz empfänglicher für den tiefgreifenden Wandel zu sein? – …
14.09.2018
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„Mit homogenen Teams kommt man nicht weit“

Frau Ankersen, Sie führen den geringen Frauenanteil hierzulande auf eine „starre Haltung der Wirtschaftselite“ zurück, die nach wie vor aus Männern besteht. Wovor haben die Männer denn Angst? Wiebke Ankersen: Deutsche Top-Manager sind vor allem bequem. Sie stellen ihre Teams nicht aus vielfältigen Talenten mit unterschiedlichem Hintergrund zusammen, obwohl man weiß, dass solche Teams erfolgreicher …
11.09.2018
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Kommunizieren wie Konfuzius

Kann eine zweieinhalbtausend Jahre alte Weisheit tatsächlich einer modernen Führungssprache zugrunde gelegt werden? Ja, sie kann. Das zentrale Thema der Lehren des Konfuzius war die menschliche Ordnung. Und dazu gehörte die Achtung vor anderen Menschen. Für den großen Philosophen war ein moralisch einwandfreier Mensch das Ideal. Der Geist der Ehrfurcht und Lauterkeit bestimmte das Denken des …
03.09.2018
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Mäuschen oder Manager

Gebeutelt vom Dauerchange, überfrachtet mit einer Vielzahl neuer Aufgaben und das alles bei einem offensichtlichen Mangel an Strukturen: Auf Kommunikatoren stürmt zurzeit eine Menge herein. Die gute Nachricht: Zumindest teilweise haben seine Vertreter es selbst in der Hand, etwas daran zu ändern und die eigene Rolle (neu) zu definieren. Die schlechte Nachricht: Auch das kostet …
14.08.2018
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Wie Führung gelingt – auch ohne Cheftitel

Chefs ohne Vorgesetztenfunktion zweifeln oft und fragen sich: „Darf ich das überhaupt? Ich bin doch nur für die fachliche Umsetzung verantwortlich. Alles andere ist Aufgabe meines Chefs.“ Dabei haben sie viele Möglichkeiten, Dinge in Bewegung zu bringen. Schließlich beinhaltet Führung auch Verantwortung, Engagement, Leistungsbereitschaft, Verbindlichkeit, wertschätzenden Umgang. Dinge, für die man keine disziplinarische Befugnis braucht. …
11.07.2018
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Nach dem Fehler ist vor dem Erfolg

Der größte Fehler der internen Kommunikation besteht darin, das eigene Gewicht zu unterschätzen. Werden ein paar Stellschrauben gedreht, ist der Kurs klar und das Ergebnis erfreulich. Bei einer Recherche stießen wir auf das Instituut voor Briljante Mislukkingen, ein Forum, in dem man mit seinen Flops punkten kann. Hooray! „A brilliant failure is a well-prepared opportunity …
02.07.2018
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„Viele erkennen die Warnzeichen nicht“

Herr Adli, wann haben Sie sich selbst das letzte Mal gestresst gefühlt? Mazda Adli: Gestern Abend, als ich nicht wusste, ob ich es noch rechtzeitig ins Theater schaffe. Wie sind Sie mit dieser Situation umgegangen? Ich habe überlegt, was schlimmstenfalls passieren könnte. Es ist schon mal gut, kein Katastrophenszenario aufzubauen. Das Beispiel zeigt aber auch nur …