Facebook kooperiert mit rechtem Portal Breitbart

Zuckerberg weicht aus

Breitbart, die rechtspopulistische Nachrichtenwebsite, welche in der Vergangenheit häufig durch fehlerhafte Berichterstattung von sich reden machte, ist Teil von Facebook News. Der Konzern will mit dem Angebot den Qualitätsjournalismus stärken. Marc Tracy, Journalist der New York Times, wundert sich darüber. Er konfrontiert den Facebook-CEO Mark Zuckerberg während einer Promo-Veranstaltung für den News-Dienst damit. Dem ist die Frage des Journalisten sichtlich unangenehm. Zuckerberg gerät ins Schlingern.

„Ich weiß nicht, ob ich mit jeder einzelnen Firma, die mitmacht, reden werde, aber die Standards sind transparent. Ich glaube damit es eine vertrauenswürdige Quelle ist, muss es verschiedene Sichtweisen abbilden. Ich denke Sie wollen Inhalte, die verschiedene Perspektiven repräsentieren, die aber auch im Einklang mit unseren Standards stehen müssen.“

Zuckerberg fügt hinzu: „Ich bin mir sicher, Sie wollen eine Bandbreite von Inhalten haben, die sicherstellen, dass all die verschiedenen Themen abgedeckt werden können.“

Breitbart ist bekannt für Fake News

Breitbart verbreitete in der Vergangenheit mehr als einmal Fake News. 2017 berichtete das Portal beispielsweise, ein Mob bestehend aus 1.000 Männern habe die älteste Kirche Dortmunds unter „Allahu Akbar“-Rufen in Brand gesteckt. Die Meldung ist falsch. Unter anderem die Süddeutsche berichtete über den Fall. Breitbart ist dafür bekannt Rassismus und Fremdenhass zu schüren.

Wie schwierig es ist, gegen einmal im Umlauf geratene Falschnachrichten und Desinformationskampagnen anzukommen, erklärte Katharina Nachbar, Head Of Communication beim Global Public Policy Institute, vor einiger Zeit im Interview mit pressesprecher.