Corona sorgt für Social-Media-Boom

Agentur kämpft gegen Fake News

Der Ausbruch des Coronavirus sorgt für einen Social-Media-Boom. Das hat die Influencer:innen-Agentur Obviously untersucht und plant nun eine Aufklärungskampagne. Für eine Studie wertete die Agentur 260 eigene Kampagnen, darunter mehr als 7,5 Millionen Instagram-Posts und Daten von 2.152 Tiktok-Influencer:innen, aus. Demnach nahmen die addierten Likes auf Instagram für Posts mit dem Hashtag #ad innerhalb der letzten zwei Wochen um 76 Prozent zu. 

Insgesamt steigerten sich die Kampagnenaufrufe auf Instagram im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum vierten Quartal 2019 um 22 Prozent. Das durchschnittliche Engagement auf Tiktok legte von Februar auf März 27 Prozent zu.

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus weltweit und der Daten der Studie ruft die Agentur die Initiative #ObviouslyGood ins Leben. „Es ist uns sehr wichtig, dass wir in diesen Zeiten dabei helfen, Falschinformationen auf Social Media zu bekämpfen“, sagt Mae Karwowski, Gründerin und CEO von Obviously.

Influencer:innen teilen Grafiken und Links zur WHO

„Die Community war nie wichtiger, und Social Media sind ein mächtiges Werkzeug unsere Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.“ Mit der Initiative wolle man Influencer:innen die Möglichkeit geben, auf positive Weise und gleichzeitig sachbezogen mit ihrem Publikum zu interagieren. #ObviouslyGood sei ein Weg für Influencer:innen egal welcher Größe, ihren Communities zeitgemäß Informationen von glaubwürdigen Quellen zur Verfügung zu stellen. 

Das Charity-Programm soll zunächst in den USA mit 110 Obviously-Influencer:innen starten, die zusammen mehr als vier Millionen Menschen erreichen, um sachbezogene Grafiken und einen Link zur Covid-19-Webseite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu teilen. 

In den kommenden Wochen soll das Programm auf das gesamte, mehr als 60.000 Personen große Influencer:innen-Netzwerk der Agentur ausgeweitet werden.