Große Medienhäuser starten Kampagne gegen Rechtsextremismus

Kampagne

Die Tages- und Wochenzeitungen „Die Zeit“, „Handelsblatt“, „Süddeutsche Zeitung“, „Tagesspiegel“ und „Wirtschaftswoche“ haben gemeinsam mit dem Medienhaus Ströer, Anbieter für Außenwerbung sowie Betreiber des Nachrichtenportals T-Online.de, eine gemeinsame Toleranz-Kampagne initiiert. Unter dem Slogan „#Zusammenland – Vielfalt macht uns stark“ kooperieren die Medienhäuser mit rund 500 Unternehmen, Stiftungen und Verbänden. Damit setze man ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und bekenne sich zu Freiheit, Vielfalt und einer Willkommenskultur.

Die Kampagne soll am morgigen Donnerstag, 15. Februar, mit jeweils einer doppelseitigen Anzeige in den Zeitungen und deutschlandweit auf digitaler Außenwerbung starten. In der Anzeige heißt es unter anderem: „Dumpfer Populismus? Nein danke! Die sogenannte ‚Remigration‘ unserer Freundinnen, Nachbarn, Kolleginnen? Ganz sicher nicht. Und Faschismus? Nie wieder! Deutschland braucht keine Alternative zur Freiheit und Vielfalt.“ Und weiter: „Die gegenwärtige Zeit erfordert eine klare Haltung. Wir stehen gemeinsam für ein offenes Land, das sich mutig den Herausforderungen stellt, anstatt sich von rechter Propaganda aufheizen und aufhetzen zu lassen.“

Kostenfreie Anzeigenplätze im Austausch für gemeinnütziges Engagement

An der Aktion nehmen Dax-Konzerne wie Adidas, Bayer oder Infineon teil, aber auch zahlreiche mittelständische Firmen aus unterschiedlichen Branchen sowie Stiftungen und Verbände. Sie sind aufgefordert, an gemeinnützige Projekte oder unternehmensinterne Aktionen zu spenden. Dafür dürfen sie ihr Logo kostenfrei in der Anzeige platzieren. Anzeigenplätze im Gegenwert von mehreren Millionen Euro stellen die Zeitungen und Medienhäuser nach eigenen Angaben für die Kampagne zur Verfügung. Nach dem Launch soll das Motiv in den Zeitungen, im öffentlichen Raum und über das Social Web weiter ausgespielt werden.

„Weltoffenheit, Respekt und Gemeinschaft sind Werte, die Deutschland nicht nur zu einem lebenswerten, sondern auch zu einem wirtschaftlich starken Land machen. Deshalb stehen wir zusammen für ein offenes Land, das sich Schwierigkeiten mutig stellt“, erklärten die Initiatoren in einer Mitteilung.