Hebestreit soll auf Seibert folgen

Neuer Regierungssprecher

Gestern haben die Ampel-Parteien ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Auch die Verteilung der Ressorts ist inzwischen bekannt. „Die Ampel steht“, verkündete der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Präsentation der Regierungsvorhaben von SPD, Grüne und FDP. Nicht final bestätigt ist bisher, wer die Funktion des Regierungssprechers übernimmt. Nach Informationen des Portals „The Pioneer“ soll Steffen Hebestreit, bisher Pressesprecher des Finanzministeriums und ein enger Vertrauter von Olaf Scholz, diese Position künftig ausüben. Das Finanzministerium kommentiert die Meldung auf Nachfrage nicht.

Hebestreit, Jahrgang 1972, arbeitete bis 2014 als Politikjournalist. Er berichtete unter anderem für die „Frankfurter Rundschau“ als Korrespondent aus Berlin, seit 2010 für die DuMont-Redaktionsgemeinschaft, zu denen unter anderem die „Berliner Zeitung“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ gehörten. Sein Schwerpunkt waren vor allem die SPD und FDP. Anschließend wechselte er in die politische Kommunikation, zunächst als Sprecher der damaligen SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi. 2015 wechselte er in die Hamburger Landesvertretung. Im März 2018 wurde er Sprecher von Finanzminister Scholz. Mit diesem verbindet, so wird erzählt, das schnelle Denken und der gemeinsame Humor. Die „Tagesschau“ berichtete einmal über Hebestreit, dass er sich in Interviewaufzeichnungen auch schon mal körperlich zwischen Scholz und die Kamera stelle. So sei es etwa „einem ARD-Team bei heiklen Fragen zu Cum-Ex“ widerfahren.

Seit August 2010 ist der frühere „ZDF“-Journalist Steffen Seibert Sprecher der Bundesregierung und damit auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bisher war es Usus, dass der Regierungssprecher zugleich Leiter des Bundespresseamts wird.