Inklusion durch Teilhabe im Unternehmen

Diversity Insights

Im Rahmen unser Kolumnenserie „Diversity Insights“ beleuchten unsere Autor*innen die unterschiedlichen Dimensionen der Diversität und stellen die sich daraus ableitenden kommunikativen Herausforderungen und Lösungen vor.

Wir bei Roche sind überzeugt, dass personalisierte Ansätze die besten Ergebnisse für unsere Patient:innen liefern – dasselbe gilt auch für unsere Mitarbeitenden. Diversity, Equity & Inclusion (DE&I) ist für uns ein zentraler Schlüssel zur Innovation, denn nur in einem inklusiven Arbeitsumfeld können Menschen sich entfalten und kreative Ideen entwickeln. Indem wir unseren Mitarbeitenden im Rahmen von Befragungen eine Stimme geben, können wir Einblicke in deren gelebte Erfahrung gewinnen und gemeinsam eine Umgebung schaffen, die Vielfalt als Stärke versteht.

Was bedeutet Inklusion durch Teilhabe im Unternehmen?

Mit der Schaffung eines konzernweiten, sogenannten „Chief Diversity Office”, das Hand in Hand mit unseren verschiedenen Geschäftsbereichen arbeitet, verankern wir DE&I noch stärker strategisch in unserem Unternehmen. Dieser wichtige Meilenstein manifestiert unser Selbstverständnis, Chancengleichheit innerhalb unseres Unternehmens sowie für Patient:innen und Gesellschaft zu schaffen. Dazu zählt besonders das Engagement unserer Mitarbeitenden, die so nicht nur eine starke Stimme haben, sondern auch Gehör im Unternehmen finden. Sie können aktiv an Prozessen und Entscheidungen teilnehmen und damit Teil unserer Fortschritte in der Inklusion sein.

Von Feedback zu Fortschritt: Interne Befragungen zur Förderung von Inklusion

Durch gezielte Befragungen können wir Einblicke gewinnen, was unseren Mitarbeitenden im Bereich DE&I wichtig ist. Die Wahrnehmung von Inklusion im Unternehmen zu erfassen, klingt abstrakt und ist vor allem oft schwer messbar. Als Unternehmen, in dem Forschung ein wichtiger Geschäftsbereich ist, sind wissenschaftliche und datenbasierte Ansätze Leitlinien unseres täglichen Handelns. Auch beim Thema DE&I setzen wir auf einen datengetriebenen Ansatz und haben zwei Formate entwickelt, mit denen wir fern von Vermutungen eine fundierte Grundlage zur Analyse schaffen.

Im Jahr 2021 haben wir den Inclusion Survey durchgeführt – eine wissenschaftliche Studie, bei der alle Mitarbeitenden deutschlandweit zur Teilnahme aufgerufen waren. Unser Ziel war es dabei, die individuell empfundene Inklusion messbar zu machen. Fühlen sich die Mitarbeitenden bei Roche in einem psychologisch sicheren Umfeld? Sind sie der Auffassung, dass sich das Gesundheitsunternehmen für die Wertschätzung von Unterschieden einsetzt? Wie beurteilen sie die Karriereerfahrung bei Roche? Mehr als 6.000 Mitarbeitende haben an dieser Umfrage teilgenommen und uns wertvolle Daten dazu geliefert, wo wir hinsichtlich Arbeitsklima, Chancengleichheit und Offenheit in der Belegschaft stehen.

Auch die globale Mitarbeitendenbefragung namens „Global Employee Opinion Survey (GEOS)” ist ein zentrales Element der Entwicklung unserer Werte. Im Rahmen einer freiwilligen, anonymen Befragung messen wir alle zwei Jahre die Verbundenheit unserer Mitarbeitenden zum Unternehmen und verankern auf diese Weise eine regelmäßige und fokussierte Feedbackkultur im Unternehmen. Das ermöglicht es uns, die gelebte und wahrgenommene Unternehmenskultur zu bewerten und zu verstehen, wie sich unsere Mitarbeitenden in Bezug auf Inklusion und Diversität fühlen.

Wichtige Lehren und Einblicke aus den Mitarbeitendenumfragen

Bei Roche leben wir den Grundsatz, dass Lern- und Arbeitsphasen nicht voneinander zu trennen sind und die stetige persönliche Entwicklung Teil einer modernen Arbeitswelt ist. Als Unternehmen, in dem dieses Konzept des lebenslangen Lernens zu unserem Verständnis von Innovationskraft gehört, wollen wir nicht nur individuell, sondern auch voneinander lernen. Dazu gehört natürlich, vom Feedback unserer Mitarbeitenden zu profitieren. Aus diesem Grund nutzen wir die Umfrageergebnisse, um zielgerichtete Maßnahmen zu entwickeln. Auch wenn die Umfrage in vielen Bereichen zeigt, dass die Belegschaft mehrheitlich mit der Inklusion bei Roche zufrieden ist, bietet sie uns die Möglichkeit, gezielt Potenziale im Bereich DE&I zu identifizieren:

  • Gender Balance: Chancengleichheit bei Roche bedeutet, dass Frauen und Männer in allen Bereichen gleich behandelt und gestellt werden, um ein vollständiges Gleichgewicht der Geschlechter zu erreichen. Der globale Anteil von Frauen in exekutiven Führungspositionen steigt stetig – von 13 Prozent im Jahr 2009 auf 36,7 Prozent 2023. Dabei ist es uns wichtig, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch innovative Programme wie „Das Eltern Plus” zu unterstützen.
  • Soziale Herkunft: Die Bevölkerung Deutschlands setzt sich aus Menschen unterschiedlicher sozialer Hintergründe zusammen – genauso wie unsere Belegschaft. Und hier setzen wir an, um Chancen für soziale Herkunft bei Roche zu schaffen. Um langfristig politische und gesellschaftliche Veränderungen anzuregen, arbeiten wir mit einem Netzwerk von Partner:innen, wie der Allianz der Chancen, zusammen.
  • Barrierefreiheit: Ob sichtbar oder unsichtbar – Roche fördert eine offene Kommunikation über Behinderungen. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gemacht, die Stärken jedes/r Einzelnen hervorzuheben und ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeitende nicht durch Barrieren in ihrer Tätigkeit behindert werden. Neben internen Bemühungen für Barrierefreiheit ist uns ein gesellschaftliches externes Engagement wichtig. Deswegen unterstützt Roche unter anderem die „Special Olympics Bayern” – eine Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern – bei der Durchführung der Winterspiele 2023 in Bad Tölz.

Im Rahmen unserer „GEOS”-Umfragen wollen wir unsere Fortschritte im Abstand von zwei Jahren messen und sicherstellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Im Jahr 2023 haben wir einen Inklusionsindex von 77 Prozent erreicht: Dieser Wert zeigt uns, wie Inklusion, Authentizität und Respekt im Unternehmen wahrgenommen werden und ist unverzichtbar bei der Bewertung unserer DE&I-Initiativen, die den tatsächlichen Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden entsprechen.

Vielfalt und Inklusion im Wandel: Gemeinsam dranbleiben!

Der Bereich DE&I entwickelt sich aufgrund interner sowie externer Faktoren immer weiter und erfordert daher kontinuierliches Engagement im Unternehmen. Mit regelmäßigen Mitarbeitendenbefragungen hat sich Roche das Ziel gesetzt, den demografischen Wandel, Erwartungen an den Arbeitsplatz und politische Veränderungen proaktiv anzugehen und mitzugestalten. Deshalb wird weiter auf Umfragen gesetzt, um so die benötigten, wertvollen Daten zu erhalten. Wichtig: Für gelungene Inklusion braucht es die gesamte Belegschaft, weshalb wir besonders stolz auf unsere Diversity-Netzwerke sind. Über 120 selbstorganisierte Gruppen setzen sich weltweit für Gleichstellung ein, dienen als Gremien, in denen wir uns offenes Feedback für unsere DE&I-Bestrebungen einholen, und stellen so sicher, dass unsere datenbasierten Fokusbereiche in den Alltag einfließen. Mit dem Engagement aller wird eine theoretische Strategie so zu einem gelebten Handeln im Alltag.

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