Schlagwort: Interview

27.01.2014
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Mehr Möglichkeiten, mehr Stolpersteine

Herr Herbst, welche Besonderheiten müssen Unternehmenssprecher in der digitalen Markenführung beachten? Zu den wichtigsten Besonderheiten von digitalen Medien gehört, direkte, starke emotionale Beziehungen zu seinen Bezugsgruppen aufbauen zu können; also zu Markenverwendern, Journalisten und Meinungsbildnern. Allerdings ist für professionelles Digital Brand Relationship Management Wissen erforderlich, wie Beziehungen in digitalen Medien entstehen und kontinuierlich entwickelt werden …
10.01.2014
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Anfänger müssen durch die Hölle

Herr Gaul, GPRA-Präsident Uwe Kohrs bemängelte kürzlich, die Qualität der Bewerber in der PR lasse nach. Gibt es in der Branche tatsächlich ein Nachwuchsproblem? Richard Gaul: Nein, das gibt es nicht, der Vorwurf ist lächerlich. Ich werde immer sauer, wenn über „die Jugend von heute“ geschimpft wird. Ich bin froh, dass ich mit Frau Nguyen …
02.01.2014
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Wie viel Humor verträgt die PR?

Mit der Geschichte zum Schichtdienst „RUB @ night und RUB @ day“, der zufolge sich Studenten bei der Einschreibung verbindlich entscheiden müssen, ob sie demnächst lieber tagsüber oder nachts studieren wollen, haben Sie es in viele Zeitungen geschafft. Wie groß ist die Freude darüber, reihenweise Journalisten reinzulegen?Josef König: Das ist schon eine diebische Freude. Die …
27.12.2013
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Interkulinarische Kommunikation im Berliner Restaurant Weltküche

Frau Jankowski, interkulturelle Kommunikation birgt immer die Gefahr, sich misszuverstehen. So schüttelt man in Indien beispielsweise mit dem Kopf, wenn man „Ja“ sagen möchte. Kam es bei Absprachen oder Anweisungen in der Weltküche schon einmal zu Missverständnissen?Annette Jankowski: Hin und wieder schon – beispielsweise dadurch, dass es in manchen Kulturen ein Tabu ist, ein klares …
18.12.2013
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Interkulturelles Wissen ist in der heutigen Gesellschaft ein Grundbedürfnis

Herr Hill, das Titelthema dieser pressesprecher-Ausgabe ist „Interkulturelle Kommunikation“. Was verstehen Sie unter diesem Begriff? „Interkulturelle Kommunikation“ beziehungsweise „interkulturelle Kompetenz“ heißt für mich, bereit zu sein, sich erfolgreich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen. Dafür muss man eine andere Sprache nicht perfekt beherrschen. Es geht vielmehr darum, offen und tolerant zu sein. Mehr über andere Kulturen lernen, …
17.12.2013
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Wie geht Oetker kommunikativ mit seiner NS-Vergangenheit um, Herr Schillinger?

Herr Schillinger, der Oetker-Urenkel August Oetker hat 2009 eine Studie zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Auftrag gegeben. Im Oktober 2013 wurden die Ergebnisse präsentiert. Wie haben Sie sich kommunikativ auf die Veröffentlichung der unternehmenshistorischen Studie vorbereitet? Jörg Schillinger: Vorteilhaft ist es, wenn anfänglich gar nicht kommuniziert wird. Das heißt, die Historiker sollten erst einmal unvoreingenommen …
12.11.2013
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„Change-Kommunikation ist vor allem Führungskommunikation“

Herr Barghop, Sie sind der Veränderung seit langem treu und begleiten seit knapp 20 Jahren Firmen bei Change-Prozessen. Was hat sich geändert beim Thema Change, was ist gleich geblieben? Vor 20 Jahren konnte man noch von einzelnen Change-Prozessen sprechen – mit klarem Anfang und Ende. Change war früher eher der Ausnahmezustand. Heute haben wir es …
08.11.2013
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No pain, no gain

Herr Palm, als einziger Deutscher und zweitältester Teilnehmer haben Sie im August den Badwater Ultramarathon in der Mojave-Wüste beendet. Warum laufen Sie bei 50 Grad Celsius Außentemperatur freiwillig 40 Stunden durch die Wüste? Mit der Teilnahme am Badwater Ultramarathon habe ich mir einen großen Traum erfüllt. Ich bin schon viele Marathons und Ultramarathons gelaufen, aber …
30.09.2013
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Eine Frau, die den Ton angibt

Frau Graf, Sie sind die Dirigentin des Frauenblasorchesters Berlin. Welche Regeln im Umgang miteinander sind am wichtigsten, wenn es darum geht, ein Orchester von 66 Frauen zu leiten?Astrid Graf: Ein wertschätzender und respektvoller Umgang ist sehr wichtig. Außerdem die Gleichbehandlung aller Mitglieder, egal ob eine die dritte oder die Soloklarinette spielt – keine ist wichtiger …
26.08.2013
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Allein unter Männern

pressesprecher: „Die Frau, die Hoeneß knackte“, schrieb eine Frauenzeitschrift über Sie und bezog sich damit auf das große Enthüllungs-Interview, das Sie mit dem Bayern-Präsidenten führten. Hätte es die Zeile „Der Mann, der Hoeneß knackte“ auch gegeben? Cathrin Gilbert: Nein, wahrscheinlich nicht. Als Frau stehe ich in dem Milieu, in dem ich mich beruflich bewege, manchmal …
06.08.2013
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Keine Angst vor kununu und Co.

Meinchef.de, kununu.de, jobvoting.de – Schreckgespenster für Arbeitgeber und Chance für Arbeitnehmer? Christian Scherg: Beides. Für Jobsuchende ist es eine wichtige Informationsplattform. Arbeitgeber sollten Bewertungsportale nicht ignorieren. Sie sind Teil ihrer Arbeitgeberreputation. Gibt man beispielsweise „Siemens Arbeitgeber“ in der Google-Suche ein, erscheint an erster Stelle das Arbeitgeberportal kununu.de. Für Unternehmen bieten diese Plattformen also auch eine …
22.07.2013
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Im Sport wie im Job muss zunächst die Eigenmotivation stimmen

Herr Brand, Sie haben im Handball ziemlich viele Trophäen gewonnen, waren als Spieler und als Trainer Weltmeister. Was hat Sie selbst immer wieder angespornt? Heiner Brand: Mich selbst hat die Begeisterung für den Sport und Freude daran immer wieder angespornt – sowohl als aktiver Spieler als auch als Trainer. Das ist die Grundvoraussetzung, um überhaupt …
21.06.2013
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Und wo ist hier die Arbeitgebermarke?

Herr Kriegler, Sie sind Geschäftsführer der Deutschen Employer Branding Akademie (DEBA) und beschäftigen sich seit 14 Jahren mit diesem Thema. Warum setzen Sie sich dafür ein? Wolf Reiner Kriegler: Wenn man das Thema Employer Branding richtig versteht, hat man begriffen, dass das ein Thema der Kultur- und Identitätsentwicklung ist. Es geht darum, den Identitätskern eines …
04.06.2013
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Warum überwinden einige Menschen Krisen besser als andere?

Herr Siegrist, warum überstehen manche Menschen Krisen besser als andere? Ulrich Siegrist: Weil manche Menschen, die in einer Krise weiter handlungsfähig bleiben, eine bestimmte Fähigkeit haben, die Psychologen „Resilienz“ nennen. Resilienz? Ich übersetze den Begriff gerne mit „Gedeihen trotz widriger Umstände“. Es ist ein Prozess, der dazu führt, dass Menschen großen Druck, Stress oder eine …
04.06.2013
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„Der Weg in die Krise ist die Banalität des Blöden“

Herr Dombrowsky, was fasziniert Sie an Katastrophen? Wolf-Rüdiger Dombrowsky: Etwas, das niemand erwartet, wenn er über Katastrophen nachdenkt. Katastrophen haben eine ungeheure Vitalität. Im Moment der Todesgefahr treten der Wert und die Schönheit des Lebens unverstellt zu Tage. Viele Menschen, die eine Katastrophe erlebt haben, sagen im Anschluss, dass sie nun wüssten, was das Leben …
19.04.2013
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„Überschätzen Sie den Einfluss der Bild nicht“

Herr Blome, gehen wir gleich in die Vollen: Welche Macht haben Medien in Deutschland? Medien sind verpflichtet scharf hinzuschauen, gerade an Stellen, an denen sich die handelnden Akteure von wenig Transparenz einen Vorteil versprechen. In diesem Sinne haben Medien einen großen Einfluss als kontrollierendes Instrument über öffentliche Belange in Politik und Wirtschaft. Und manchmal können …
29.01.2013
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„Reden über Geld ist kein Tabu mehr. Das Tabu ist, es zu haben“

pressesprecher: Sie sind seit 2001 bei der ARD, wo sie „Börse im Ersten“ und die Börsen-News in den „Tagesthemen“ moderieren. Welche Bedeutung hat Geld für Sie als Börsenexpertin? Geld ist für mich das Themenfeld, über das ich für die Zuschauer berichte. Für uns alle ist das Thema relevant, weil Geld Möglichkeiten schaffen kann: individuell für …
29.01.2013
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„Der Mensch ist kein Homo oeconomicus“

Peter Walschburger ist Professor für Psychologie mit dem Schwerpunkt Biopsychologie an der Freien Universität Berlin. pressesprecher: Man hat das Gefühl, es wird nur über Geld geredet. Was bedeutet Geld? Walschburger: Geld ist in unserer Gesellschaft mit Geltung verknüpft, hat aber auch mit dem Wertbegriff zu tun. In der Antike war der Wert des Geldes eng …
27.11.2012
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„Antwortgeber müssen mutig und unbequem sein“

pressesprecher: Herr Mandoki,­ Sie kommen gerade von der Autoshow in Paris. Seit Jahren inszenieren Sie für den Volkswagenkonzern musikalisch die Weltpremieren verschiedener Fahrzeugmodelle. Wie klingt ein Auto? Leslie Mandoki: Eine Frage, die auch mich immer wieder fasziniert. Jedes Modell, jedes Produkt und jede Marke klingt anders. Das Automobil ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel. Es ist ein …
18.11.2012
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„Sich gegenseitig anbrüllen kommt nicht in Frage.“

pressesprecher: Herr Schmid, hört man das Wort ‚Regisseur’, denkt man: ‚Klasse, Schauspieler herumkommandieren.’ Wie kommt man auf diesen Beruf? Das kam bei mir über Umwege zustande. Ich habe an der Filmhochschule München Dokumentarfilm studiert. Auch dort führt man zwar Regie, nur nicht mit Schauspielern. Im Laufe des Studiums habe ich festgestellt, dass manche Stoffe fiktional …