Vorgestellt: Luisa von Kageneck

Fragebogen

So erkläre ich anderen meinen Job …

Ich bin Übersetzerin, Sparringspartnerin und ein Relevanzfilter. Ich sorge dafür, dass interne Entwicklungen in relevante externe Narrative übersetzt werden – und ordne umgekehrt die Marktereignisse in ihrer Bedeutung fürs Unternehmen ein. So gestalte und schütze ich die Reputation des Unternehmens.

Unsere Kommunikationsstrategie basiert auf …

… unserer Unternehmensstrategie. Kommunikation ist für mich der entscheidende Hebel für die Unternehmenspositionierung und den Vertrauensaufbau mit den verschiedenen Stakeholdergruppen. Während die Relevanz im Großkonzern vermeintlich schon über das Logo transportiert wird, zwingt uns der Start-up-Kontext dazu, sehr klar zu sein: Was ist unser Beitrag zu den großen Themen? Und wie sieht unsere Lösung konkret aus? Wer nur über das Produkt spricht, ist austauschbar. Für ein starkes Narrativ braucht es aus meiner Sicht die Kombination aus großen Linien und praktischen Beispielen wie Kunden­geschichten.

Von meiner Zeit als Beraterin profitiere ich bis heute, weil …

… ich gelernt habe, mich sehr schnell in neue Themen einzuarbeiten, Komplexität zu reduzieren und Entscheidungen vorzubereiten und zu begleiten. Diese Fähigkeit hilft mir, Kommunikation als Sparringspartner im Unternehmen zu positionieren – strategisch wie operativ.

Das macht mir besonders viel Spaß …

Der Austausch mit Journalisten, politischen Stakeholdern, Verbänden und Partnern, weil ich ehrlich an anderen Perspektiven interessiert bin und Beziehungspflege als konstante Aufgabe verstehe. Durch die Bandbreite meiner Themen lerne ich immer wieder Neues. Wachstum ist vermutlich mein größter Motor – und andere im Team dabei begleiten zu dürfen, selbst zu wachsen.

Aufgaben, die mir gerne eine KI abnehmen dürfte, sind …

… alle Workflows, die sich strukturieren und skalieren lassen. Dafür arbeite ich gerade daran, meine Arbeitsprozesse systematisch aufzuzeichnen. Bei Einzelaufgaben ist künstliche Intelligenz bereits eine enorme Hilfe – egal ob Recherche, Textarbeit oder Datenanalyse. Ich starte nicht mehr auf einem weißen Papier, aber die Entscheidung bleibt bei mir. Die Konsequenzen allerdings auch. Vertrauen bleibt die zentrale Währung von Kommunikation.

Themen, die mir auf Linkedin wichtig sind …

Kommunikation und KI, moderne Führung und die Frage, wie wir Leistung und Menschlichkeit in der Wirtschaft besser zusammenbringen.


Lesen Sie auch:


Konzern oder Start-up?

Für mich zählt in erster Linie die Wirkung meiner Arbeit. Nicht die Organisationsform. In der Beratung habe ich Strategie gelernt, im Konzern, welche Strategien wirklich tragen und wie die Umsetzung gelingt, und im Start-up schätze ich die maximale Ownership und Gestaltungsfreiheit. Aus meiner Sicht ist genau diese Kombination heute mein Wettbewerbsvorteil.

Skills, die man in der Kommunikation unbedingt braucht …

Neugier und Urteilsfähigkeit – auch mit Blick auf KI. Außerdem wirtschaftliches und politisches Verständnis, um Kommunikation sinnvoll gestalten und steuern zu können.

Darüber möchte ich gerne mehr erfahren …

Wie KI die Anforderungen an Kommunikation neu definiert – von Rollenprofilen über den Teamzuschnitt bis hin zu Entscheidungsprozessen. Meine These ist, dass wir perspektivisch weniger in einzelnen Aufgaben, sondern mehr in Skills denken werden.

Mein Top-Tipp für den Einstieg in die PR …

Das aktuelle Zeitfenster zu nutzen, um KI konsequent als Werkzeug zu verstehen und anzuwenden. So können sich Einsteiger einen echten Mehrwert erarbeiten, auch gegenüber erfahrenen Kommunikationsprofis.

Die Fragen wurden schriftlich beantwortet.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der gedruckten Ausgabe #Medien. Das Heft können Sie hier bestellen.

Weitere Artikel