Unternehmen starten Initiative „Made for Germany“

Wirtschaftsinitiative

61 führende Unternehmen und Investoren haben sich in der Initiative „Made for Germany“ (M4G) zusammengeschlossen. Die Initiative soll am heutigen Montag im Bundeskanzleramt vorgestellt werden. Bundeskanzler Friedrich Merz empfing gemeinsam mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche Vertreterinnen und Vertreter der Initiative im Kanzleramt, erklärte das Bundespresseamt. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von den CEOs von Siemens, Deutsche Bank, Axel Springer und FGS Global.

Die Initiative versteht sich eigenen Angaben zufolge als Ansprechpartner, um zentrale Themen und Reformen aus dem kürzlich verabschiedeten Reform- und Investitionsprogramm der Bundesregierung zu konkretisieren und umzusetzen. Sie soll zudem eine positive Wirkung auf die Gesellschaft entfalten. „Wir brauchen jetzt ein klares Zeichen an die Gesellschaft, dass sich hier etwas bewegt“, sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing dem „Handelsblatt“. Die Initiative könne helfen, die Stimmung im Land zu drehen. Außerdem erhofft sich die Wirtschaft, dass sich die Rahmenbedingungen und das Investitionsklima im Land verbessern.

In einem Kommentar bewertete das „Handelsblatt“ diese und ähnliche Initiativen kritisch: „Und das ist das eigentliche Problem solcher Allianzen: Sie wirken oft wie Imagepflege, nicht wie Mut.“ Voraussetzungen für den Erfolg sei unter anderem, dass zusätzliche Investitionen getätigt werden und Zusagen verbindlich eingehalten werden.

Vertrauen in den Standort stärken

Vor dem Hintergrund geo- und wirtschaftspolitischer Umbrüche stehe „Made for Germany“ für einen neuen, gestärkten, konstruktiven Dialog zwischen Wirtschaft und Politik, um das Vertrauen in den Standort nachhaltig zu stärken, schreiben die Initiatoren in einer Mitteilung. Im Fokus stehen Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Innovation, Infrastruktur und Fachkräftemangel. Die Mitglieder aus verschiedenen Branchen sollen die Arbeit der Wirtschaftsverbände ergänzen, heißt es weiter.


Lesen Sie auch:


Darüber hinaus gaben die Unternehmen bekannt, gemeinsam bis 2028 etwa 631 Milliarden Euro am Standort Deutschland investieren zu wollen, darunter ein dreistelliger Milliardenbetrag für Neuinvestitionen. Mit Leuchtturmprojekten wollen die beteiligten Unternehmen Innovation fördern und Arbeitsplätze schaffen. Zuletzt haben einige der beteiligten Unternehmen allerdings selbst durch Stellenabbau und Standortschließungen von sich reden gemacht.

Bislang haben sich die folgenden Unternehmen und Investoren der Initiative angeschlossen:

  • 50Hertz Transmission: Stefan Kapferer, CEO
  • Advent International: Ranjan Sen, Managing Partner
  • Airbus: René Obermann, Aufsichtsratsvorsitzender
  • Allianz: Oliver Bäte, CEO
  • Amprion: Christoph Müller, CEO
  • Apollo Global Management: Gernot Lohr, Partner, Co-Chair of Global FIG
  • Axel Springer: Mathias Döpfner, CEO
  • BASF: Markus Kamieth, CEO
  • Bayer: Bill Anderson, CEO
  • Beiersdorf: Vincent Warnery, CEO
  • BlackRock: Dirk Schmitz, Country Head of Germany, Austria and Eastern Europe & Regional Head of DACH
  • Blackstone: Stephen Schwarzman, CEO; Jürgen Pinker, Senior Managing Director
  • BMW: Oliver Zipse, CEO
  • Boehringer Ingelheim: Shashank Deshpande, Vorsitzender der Unternehmensleitung
  • Bosch: Stefan Hartung, CEO
  • Commerzbank: Bettina Orlopp, CEO
  • Covestro: Markus Steilemann, CEO
  • CVC: Daniel Pindur, Managing Partner
  • Daimler Truck: Karin Rådström, CEO
  • Deichmann: Heinrich Deichmann, CEO
  • Deutsche Bank: Christian Sewing, CEO
  • Deutsche Börse: Stephan Leithner, CEO
  • Deutsche Lufthansa: Carsten Spohr, CEO
  • Deutsche Post DHL: Tobias Meyer, CEO
  • Deutsche Telekom: Timotheus Höttges, CEO
  • Diehl: Markus Diehl, Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • ON: Leonhard Birnbaum, CEO
  • Enpal: Mario Kohle, Founder und CEO
  • EQT Partners: Matthias Wittkowski, Partner, Head of DACH Private Capital
  • FGS Global: Alexander Geiser, CEO
  • Flix: André Schwämmlein, Co-Founder und CEO
  • Goldbeck: Jan-Hendrik Goldbeck, Co-CEO
  • Heidelberg Materials: Dominik von Achten, CEO
  • Henkel: Carsten Knobel, CEO
  • Herrenknecht: Martin-Devid Herrenknecht, Gründer und CEO
  • Infineon: Jochen Hanebeck, CEO
  • Isar Aerospace: Daniel Metzler, Co-Founder und CEO
  • KfW: Stefan Wintels, CEO
  • KKR: Henry Kravis, Co-Founder and Co-Executive Chairman; Philipp Freise, Partner, Co-Head of European Private Equity
  • LANXESS: Matthias Zachert, CEO
  • Marvel Fusion: Moritz von der Linden, CEO
  • Mercedes-Benz: Ola Källenius, CEO
  • MTU Aero Engines: Lars Wagner, CEO
  • NVIDIA: Jensen Huang, Founder und CEO
  • Otto Group: Petra Scharner-Wolff, CEO
  • REWE Group: Lionel Souque, CEO
  • Rheinmetall: Armin Papperger, CEO
  • Roche: Thomas Schinecker, CEO
  • RWE: Markus Krebber, CEO
  • SAP: Christian Klein, CEO
  • Schaeffler: Klaus Rosenfeld, CEO
  • Siemens: Roland Busch, CEO
  • Siemens Energy: Christian Bruch, CEO
  • Siemens Healthineers: Bernd Montag, CEO
  • Stellantis: John Elkann, Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Temasek: Uwe Krüger, Vice Chairman European Partnerships
  • Trumpf: Nicola Leibinger-Kammüller, CEO
  • United Internet: Ralph Dommermuth, CEO
  • Volkswagen Group; Porsche: Oliver Blume, CEO
  • Vonovia: Rolf Buch, CEO
  • Zalando: David Schröder, Co-CEO

Weitere Artikel