Siemens und SAP mit größter KI-Sichtbarkeit

Analyse

Siemens und SAP sind die Dax-Konzerne mit der größten Sichtbarkeit in KI-Sprachmodellen. Das zeigt eine Analyse der PR-Agentur Twenty-Eight, die KI-generierte Antworten für den Monat Januar ausgewertet hat.

Dazu stellten die Analysten 25 Vergleichsfragen zu Themen wie Arbeitgeberattraktivität, Markenstärke oder wirtschaftliche Performance der Dax-40-Unternehmen. Etwa: „Welche Dax-40-Unternehmen gelten als die innovativsten?“, „Welche Dax-40-Unternehmen bieten die besten Karriere- und Entwicklungschancen?“ „Welchen Dax-40-Aktien wird das größte Wachstumspotenzial im kommenden Jahr zugeschrieben?“ Anschließend wurden die Antworten mithilfe von Peec.ai, einem KI-Monitoring-Tool aus Berlin, ausgewertet. Basis der Analyse bildeten mehr als 12.500 Quellen.


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Siemens führt das Ranking der KI-Sichtbarkeit an: In 74 Prozent der ausgewerteten Antworten wird der Konzern genannt. Knapp dahinter liegt SAP mit 73 Prozent. Mit etwas Abstand folgt BMW mit 59 Prozent. Am unteren Ende der Skala stehen die Konzerne Scout24 und GEA mit jeweils einem Prozent.

Die Top-Ten:

    1. Siemens (74 Prozent)
    2. SAP (73 Prozent)
    3. BMW (59 Prozent)
    4. Allianz (56 Prozent)
    5. Deutsche Telekom (48 Prozent)
    6. Volkswagen (48 Prozent)
    7. BASF (37 Prozent)
    8. Mercedes-Benz (37 Prozent)
    9. Adidas (37 Prozent)
    10. Infineon (25 Prozent)
Hohes Sentiment trotz geringer Sichtbarkeit

Obwohl GEA nur in einem Prozent der KI-Antworten genannt wird, erreicht das Unternehmen mit 68 Punkten das beste Sentiment aller Dax-40-Unternehmen. Das Sentiment berechnet Peec.ai laut Analysten auf Grundlage der Tonalität und des Kontextes, in dem Marken in KI-Antworten vorkommen. So werde die Aktiengesellschaft insbesondere bei Fragen zu Karriere- und Entwicklungschancen, flexiblen Arbeitsmodellen sowie einer ausgewogenen Work-Life-Balance positiv wahrgenommen.

Auf den weiteren Plätzen folgen Siemens Healthineers (64 Punkte), insbesondere wegen eines positiv beschriebenen Arbeitsumfeldes, die Deutsche Telekom (62 Punkte) wegen der starken Arbeitgebermarke, und Siemens (62 Punkte), was vor allem auf das Thema positive Unternehmenskultur zurückzuführen sei.

Earned und Owned Media wichtigste Quellen

Redaktionelle Medien sind mit einem Anteil von 43 Prozent die wichtigste Referenzquelle der Sprachmodelle. Besonders häufig werden etablierte Wirtschafts- und Informationsportale zitiert, allen voran finanzen.net (29 Prozent aller zitierten Quellen), die KI-Seite it-boltwise.de (25 Prozent) und handelsblatt.com (24 Prozent).

Unternehmenswebsites folgen mit 31 Prozent als zweitgrößte Quellengruppe. Zu den am häufigsten herangezogenen Corporate-Domains zählen ey.com (16 Prozent), comdirect.de (12 Prozent) und eisbach-partners.com (9 Prozent). Auffällig: Unter den Top-20-Domains befindet sich keine Hauptseite der Dax-40-Unternehmen.

Seltener greifen die Modelle auf institutionelle Quellen (9 Prozent) zurück, darunter beispielsweise fom.de (11 Prozent). Referenz- und datenbasierte Plattformen wie Wikipedia.org (14 Prozent) oder statista.com (13 Prozent) kommen auf acht Prozent. Nutzergenerierte Inhalte, wie sie auf Linkedin zu finden sind, machen sechs Prozent der Referenzen aus.

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