„Made for Germany“ wächst auf 105 Unternehmen

Wirtschaftsinitiative

Die Initiative „Made for Germany“ hat ihre Mitgliederzahl auf 105 Unternehmen erweitert. Seit der offiziellen Ankündigung im Juli sind 44 weitere Firmen beigetreten, darunter Mittelständler, Start-ups, Scale-ups sowie internationale Konzerne. Ziel der Initiative ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland durch Investitionen und Reformimpulse zu stärken.

Gemeinsam planen die Unternehmen bis 2028 Investitionen am Standort Deutschland von nun insgesamt 735 Milliarden Euro. Das sind 104 Milliarden Euro mehr als im Juli. Die Summe umfasst einer Pressemitteilung zufolge geplante als auch neue Kapitalinvestitionen, Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Zusagen internationaler Investoren.

Ein dreistelliger Milliardenbetrag soll dabei auf Neuinvestitionen fallen. Zuvor wurde die Initiative dafür kritisiert, nicht klar zu benennen, welche Investitionen über bisher geplante Vorhaben hinausgingen. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ waren fast 80 Prozent der im Juli genannten Investitionssumme schon zuvor geplant gewesen. Die Aktion wurde als PR-Initiative kritisiert.

Zu den neuen Mitgliedern gehören unter anderen Coca-Cola Europacific Partners Deutschland, Condor, Fresenius, Kion, K+S, Knorr Bremse, Leica, Microsoft Deutschland, Munich Re, Telefónica Deutschland, Thyssenkrupp, Vodafone Deutschland und die Zeiss Group. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von den CEOs von Siemens, Deutsche Bank, Axel Springer und FGS Global.


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Darüber hinaus wollen die Unternehmen nach eigener Aussage für Tempo bei den Strukturreformen der Bundesregierung sorgen. Die Initiative begrüße jüngste Reformschritte wie erweiterte Abschreibungsmöglichkeiten, die geplante Senkung der Körperschaftssteuer und die Einführung einer Aktivrente. „Dieses positive Momentum muss konsequent fortgesetzt werden, damit der Standort nicht täglich an Wettbewerbsfähigkeit verliert“, heißt es in der Pressemitteilung.

In neu eingerichteten Arbeitsgruppen sollen die Mitglieder zu neun Themenfeldern praxisnahe Vorschläge erarbeiten und als Ansprechpartner für Ministerien fungieren. Dazu zählen unter anderem Investitionen, Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Energiekosten, Bürokratieabbau und Digitalisierung.

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