Im vergangenen Jahr sorgte der Getränkehersteller Coca-Cola mit dem Auftakt seiner „Made in Germany“-Kampagne für Aufsehen. Die US-Marke warb damals damit, dass in Deutschland verkaufte Getränke des Konzerns fast ausschließlich in deutschen Produktionsstätten hergestellt werden. Nun ist die Kampagne um weitere Motive ergänzt worden. Sie sollen nach Angaben des Unternehmens die lokale Verbundenheit, die wirtschaftliche Bedeutung und das gesellschaftliche Engagement der Marke herausstellen.
Der Fokus liegt demnach verstärkt auf emotionalem Storytelling im Web auf der „Made in Germany“-Kampagnenseite, die sukzessive um weitere Motive und Geschichten ergänzt werden soll. Zentrales Element ist ein von fischerAppelt produzierter 20-sekündiger Spot, der Abfüllen, Servieren und Genießen in einer emotionalen Geschichte verbindet und zeigt, wie eine Coca-Cola Flasche von der Abfüllanlage bis zum Konsumenten ihren Platz im Alltag findet.
Die Kampagne läuft bundesweit auf (D)OOH, Social Media, Online-Video, Audio und Digital Display und wird von EssenceMediacom umgesetzt. Die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet Castenow und von Beust & Coll.
Coca-Cola in Deutschland „zu Hause“
Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Logistik-Mitarbeiterin Peggy, Gastronom Inan und Jule, Fan der deutschen Nationalmannschaft.
Gastronom Inan aus Berlin ist einer von 340.000 Kunden des Unternehmens. Sein Motiv soll laut Unternehmen die enge Verbindung von Coca-Cola zu lokalen Betrieben verdeutlichen – von der Großstadtkneipe bis zum Supermarkt im ländlichen Raum. Fußballfan Jule steht für den Gast und für die Partnerschaft des Getränkekonzerns mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), die seit 1981 besteht. Logistikerin Peggy steht für die eigenen Mitarbeitenden. Bereits im vergangenen Jahr standen Mitarbeitende des Konzerns, der hierzulande mehr als 6.000 Menschen an 23 Standorten beschäftigt, im Fokus. Die drei Motive sollen dem Unternehmen nach verdeutlichen, dass „Coca-Cola fest in Deutschland verankert ist und Menschen und Betriebe im Alltag begleitet“.
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„Coca-Cola ist in Deutschland zu Hause, als Arbeitgeber und Wirtschaftspartner, mit unseren Menschen, unseren Standorten und unseren Investitionen. Das unterstreicht die Kampagne ‚Made in Germany‘ erneut“, erklärt John Galvin, Vorsitzender der Geschäftsführung von Coca-Cola Europacific Partners Deutschland.
Warum der Konzern gerade jetzt seinen Deutschland-Bezug fokussiert, ist unklar. Einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ aus dem August vergangenen Jahres zufolge versucht das Unternehmen, das seit 1929 in Deutschland produziert, den Fokus von seinem amerikanischen Ursprung zu verlagern. Einen Zusammenhang mit Entwicklungen in der US-Politik stritt der Konzern damals ab. Coca-Cola ist nach Absatzmenge das größte Getränkeunternehmen im deutschen Markt.