BVL und Team Lewis machen auf Legasthenie aufmerksam

Kampagne

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie will mit einer neuen Kampagne mehr Verständnis für Menschen mit Legasthenie schaffen. Die Aktion „Botschaften bewegen mehr als Buchstaben“ läuft seit Mai mit zehn Motiven im digitalen Out-of-Home, auf Social Media und auf der Website des Verbands. Entwickelt wurde sie pro bono von der Kommunikationsagentur Team Lewis.

Im Zentrum der Kampagne stehen bekannte Sätze, in denen Buchstaben fehlen oder falsch gesetzt sind. Auf den Motiven steht etwa: „Die würde des Menschen ist Unanstbar.“ Oder: „Ein Feler endert nichts an der Waheit.“ Die Fehler werden nicht korrigiert, sie sind der Kern der Kampagne.

7,5 Millionen Betroffene in Deutschland

Der Verband will damit auf die Situation von Menschen mit Legasthenie aufmerksam machen. In Deutschland leben nach Angaben des Bundesverbands rund 7,5 Millionen Menschen mit einer Lese- und/oder Rechtschreibstörung. Viele erleben im Alltag, dass Rechtschreibfehler stärker wahrgenommen werden als der Inhalt ihrer Aussage. Genau diese Verschiebung will die Kampagne sichtbar machen.

„Wir vergessen manchmal, wofür Sprache eigentlich da ist“, sagt Tanja Scherle, Bundesvorsitzende des BVL: „Nicht um Regeln zu erfüllen, sondern um gehört zu werden. Genau das wollen wir zeigen.“ Michael Bakman-Horster, Creative Director bei Team Lewis, ergänzt: „Menschen mit Legasthenie wissen, wie es sich anfühlt, wenn der Fehler mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Gedanke dahinter. Mit dieser Kampagne hatte ich die Möglichkeit, das auf den Kopf zu stellen.“

Begleitet wird die Aktion von Jonas Moll, der auf Tiktok und Instagram eine große Community rund um das Thema Legasthenie erreicht. Über einen QR-Code auf den Motiven können Interessierte für mehr Chancengleichheit von Betroffenen spenden.

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