Ulf Poschardt gibt die Position des Herausgebers bei „Welt“, „Politico Deutschland“ und „Business Insider Deutschland“ zum 1. Juli ab. Das teilte der Medienkonzern Axel Springer am Mittwoch mit. Für die Medien, die seit Herbst 2024 in der „Premium-Gruppe“ gebündelt sind, soll Poschardt künftig im Rahmen der Creator-Strategie des Unternehmens als sogenannter „freiester Mitarbeiter“ tätig sein. Daneben soll er auch für alle anderen deutschen und internationalen Springer-Marken wirken.
Konkret soll er als Autor, Podcaster und Creator die „maximale journalistische Freiheit“ nutzen und auf ihn zugeschnittene Formate entwickeln. Dazu gehören laut Axel Springer tägliche Drei-Fragen-Drei-Antworten-Clips für alle Social-Media-Plattformen und eine 1:1-Talkshow für Welt TV. Für „Bild“ soll Poschardt eine wöchentliche Kolumne und ein Videoformat produzieren. Er werde damit ein zentraler Baustein in der Creator-Strategie von Axel Springer.
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„Im Laufe des vergangenen Jahres habe ich festgestellt, dass ich für meine publizistische Arbeit mehr Freiheit brauche, die sich mit einer formalen Funktion nicht immer vereinbaren lässt. Ich bin daher auf Mathias Döpfner zugegangen und wir haben eine perfekte neue Rolle gefunden“, erklärte Poschardt in der Mitteilung. Vorstandschef Mathias Döpfner ergänzte: „Für diese Tätigkeit wollen wir ihm nun im Rahmen unserer Creator-Strategie den Raum geben, den er braucht, um seine Reichweite und Wirkung auszubauen.“
Poschardt kam 2008 als stellvertretender Chefredakteur der „Welt am Sonntag“ zu Axel Springer, wurde 2016 Chefredakteur der „Welt“-Gruppe und im vergangenen Jahr Herausgeber von „Welt“, „Politico Deutschland“ und „Business Insider Deutschland“.