Im Rahmen des Kommunikationskongresses wurden auf der Speakers Night im Admiralspalast die BdKom Awards 2025 verliehen. In der Kategorie „Team des Jahres“ setzte sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit seiner kommunikativen Begleitung „Jetzt. Für Immer.“ des Team Deutschland bei den Olympischen Spielen 2024 durch. Der Award in der neuen Kategorie „Smart Team“ geht an die Stadt Dresden für ihre Krisenkommunikation zum Einsturz der Carolabrücke.
In diesem Jahr wurde der BdKom Award in insgesamt zwei Kategorien verliehen; im letzten Jahr war es mit „Team des Jahres“ nur eine. Mit dem Titel „Smart Team“ sollen jene Kommunikationsteams ausgezeichnet werden, die über kein großes Marketing-Budget verfügen.
Kommunikative Begleitung eines Großevents
Die beiden Verbandskommunikatoren Eva Werthmann und Felix Wolf vom DOSB haben mit ihrem Team über 17 Tage lang aus dem olympischen Paris für das Team Deutschland kommuniziert. In über 2.500 Presseberichten und 3.200 Postings mit einer Reichweite von mehr als 317 Millionen erzählten sie die Geschichten der Athletinnen und Athleten und gaben exklusive Einblicke.
„Viele haben die Olympischen Spiele zuvor ausschließlich im Fernsehen verfolgt. Der DOSB hat es gemeistert, dieses Großevent kanalübergreifend in die digitale Welt zu bringen und damit vor allem junge Zielgruppen abzuholen. Sie haben eine Plattform geschaffen, an dem sich Deutschland über Olympia informierte. Diese Leistung war ein Kraftakt und hat letztlich die Jury überzeugt“, sagte der BdKom-Juryvorsitzende Marco Vollmar.
„Wie Krisenkommunikation Klarheit schaffen kann“
Den Preis in der Kategorie „Smart Team“ erhält die Stadt Dresden für ihre Krisenkommunikation und Teamleistung nach dem Einsturz der Carolabrücke am 11. September 2024. Der plötzliche Verlust einer zentralen Verkehrsader und die gleichzeitig drohende Hochwassergefahr stellten die Stadt vor eine außergewöhnliche Herausforderung. Mit ihrer Kommunikation gelang es der Stadtverwaltung, die Bevölkerung umfassend über Abbruch- und Sicherungsmaßnahmen zu informieren, Medien eng einzubinden und zugleich Falschinformationen vorzubeugen. Die Verantwortlichen stellten sich den Fragen nach Ursachen und Verantwortlichkeiten und banden unabhängige Wissenschaftler in die Kommunikation ein, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu stärken. Gleichzeitig wurde verhindert, dass die Stadt im Zuge der bundesweiten Debatte über den Zustand der Infrastruktur in Deutschland einen Imageschaden erlitt.
„Die Bilder der eingestürzten Carolabrücke waren schockierend. Während die Medien, Politik und Bevölkerung sofort Antworten forderten, blieb das Kommunikationsteam der Stadt Dresden cool. Sie reagierten schnell, behielten einen kühlen Kopf – und kommunizierten smart. Ihre Arbeit ist ein Paradebeispiel, wie Krisenkommunikation Klarheit schaffen kann“, kommentierte BdKom-Präsidentin Regine Kreitz.
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