Soll die DuMont-Mediengruppe zerschlagen werden?

Verkauf aller Zeitungen

Die DuMont-Mediengruppe will einem Bericht zufolge vollständig aus dem Geschäft mit Tageszeitungen aussteigen. Wie Horizont unter Berufung auf ein entsprechendes Strategiepapier meldet, habe das Verlagshaus ein Beratungsunternehmen beauftragt, Käufer für seine Zeitungen zu finden.

Betroffen wären demnach bundesweit bekannte Blätter wie der Kölner Stadtanzeiger, die Berliner Zeitung, die Mitteldeutsche Zeitung und die Hamburger Morgenpost sowie die Boulevardzeitungen Kölner Express und Berliner Kurier. Es käme ein Paketverkauf aller Titel in Betracht, möglicherweise aber auch das Veräußern einzelner Zeitungen.

DuMont selbst lehnte es zunächst ab, den Bericht zu kommentieren, dementierte ihn jedoch nicht. Zu Gerüchten nehme man grundsätzlich keine Stellung, hieß es lediglich.

Das Unternehmen gehört zu den ältesten deutschen Medienhäusern und befindet sich vollständig im Besitz der Familien DuMont und Schütte. Neben den nun offenbar zur Disposition stehenden Tageszeitungen gehören das Buchgeschäft und Beteiligungen an diversen Radiosendern zu seinen Aktvitäten. Der letzte prominente Verleger Alfred Neven DuMont starb im Mai 2015.

Weiterführender Link:
Der Bericht in Horizont (Paid)