Das Fachmagazin „politik&kommunikation“ (erscheint wie KOM bei Quadriga) hat erstmals erhoben, welche Journalisten, Redaktionen und Podcasts mit Fokus auf Politik in Deutschland aus Sicht zentraler Akteure besonders relevant sind. Grundlage ist eine getrennte Befragung von insgesamt 308 Politikern und Interessenvertretern aus Unternehmen, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen zwischen Oktober und Dezember. Die Befragten konnten aus einer Vorauswahl der p&k-Redaktion wählen.
Bei der Wahl der besten Politikjournalisten fällt das Ergebnis eindeutig aus. Robin Alexander („Welt“) erreicht 22,5 Prozent bei den Politikern und 33,5 Prozent bei den Lobbyisten. Bei den politischen Entscheidungsträgern folgen Katharina Hamberger (Deutschlandfunk) mit 12,5 Prozent sowie Helene Bubrowski (Table.Briefings) und Paul Ronzheimer („Bild“) mit jeweils sieben Prozent der Stimmen. Interessenvertreter nannten nach Alexander vor allem Gordon Repinski („Politico“) und Michael Bröcker (Table.Briefings) mit jeweils acht und sieben Prozent.
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In der Kategorie „Beste Politikredaktion“ liegt Table.Briefings ebenfalls in beiden Befragtengruppen auf dem ersten Platz. 17 Prozent der Politiker sowie 19 Prozent der Lobbyisten entschieden sich für das Angebot. Dahinter zeigen sich Unterschiede: Politiker nannten vor allem „Die Zeit“ sowie das ARD-Hauptstadtstudio und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Interessenvertreter bewerteten nach Table.Briefings insbesondere die „FAZ“ sowie „The Pioneer“ und die Premium-Gruppe als besonders relevant.
In der Podcast-Kategorie liegt „Machtwechsel“, moderiert von Robin Alexander („Welt“) und Dagmar Rosenfeld („The Pioneer“), in beiden Gruppen vorn. 22,5 Prozent der Politiker sowie 21 Prozent der Interessenvertreter wählten das Format auf Platz eins. Während Politiker danach vor allem „Lage der Nation“ sowie das „Politico Berlin Playbook“, „Ronzheimer“ und „Table Today“ nennen, wählten Interessenvertreter das „Politico Berlin Playbook“ und das „Handelsblatt Morning Briefing“ auf Platz zwei und drei.