„Die Peter Thiel Story“ ist Podcast des Jahres

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Eine Bitkom-Studie kam 2024 zu dem Ergebnis, dass 45 Prozent der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren zumindest hin und wieder Podcasts hören. Die ARD/ZDF-Medienstudie 2025 ermittelte einen Wert von 25 Prozent bei den über 14-Jährigen, die einmal wöchentlich Podcasts abrufen. Besonders intensiv ist der Auswertung zufolge die Nutzung bei den 14- bis 29-Jährigen. Generell ist diese höher bei jüngeren Zielgruppen.

Vor über 800 Gästen und nach mehr als 2.000 Einreichungen hat der Deutsche Podcast Award 2026 im Großen Sendesaal des RBB in Berlin Podcasts und Hosts in 24 Kategorien ausgezeichnet. „Die Peter Thiel Story“ sicherte sich die Awards „Podcast of the Year“ und in der Kategorie „Doku“. Die Produktion beleuchtet Aufstieg, Einfluss und Kontroversen rund um den Tech-Investor Peter Thiel.

Zu den Gewinnern des Abends zählt auch der investigative Podcast „Braune Kinderzimmer“, der in zwei Kategorien ausgezeichnet wurde: „True Crime“ sowie „Beste:r Autor:in“. Der Podcast begleitet die Undercover-Recherchen der Journalistin Angelique Geray, die über Monate hinweg in rechtsextreme Jugendstrukturen eingeschleust war und Einblicke in Radikalisierung, Gewaltfantasien und Anschlagspläne junger Neonazis dokumentierte.

Ebenfalls doppelt prämiert wurde „House of Houmsi“ von Moderatorin und Journalistin Salwa Houmsi. Das Format gewann in den Kategorien „Gesellschaft & (Pop)-Kultur“ sowie „One-Host-Show“. In ihrem wöchentlichen Podcast verbindet Houmsi persönliche Beobachtungen mit Debatten über Popkultur, Politik und gesellschaftlichen Entwicklungen. „Take Me Späti“ mit Sara Arslan gewann ebenfalls zwei Preise. Mit seinem Setting zwischen Berliner Späti-Kultur und wechselnden Gästen aus Musik, Pop und Internet stehe „Take Me Späti“ exemplarisch für eine neue Generation von Videopodcasts, die Plattformlogiken verstehen und konsequent bedienen, heißt es in der Begründung.

Bei „Comedy & Unterhaltung“ gewann „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“. Der Podcast „Apokalypse & Filterkaffee“ von Host Micky Beisenherz holte sich den Preis in der Kategorie „Nachrichten und Politik“ und setzte sich damit unter anderem gegen „Ronzheimer“ durch.

Die Preisträger wurden von einer mehr als 60-köpfigen Fachjury ausgewählt. Dazu gab es drei Publikumskategorien. Mehr als 100.000 Stimmen seien abgegeben worden, hieß es von Seiten der Veranstalter. Lottie (Visa Vie) wurde zum „Host des Jahres“ gekürt. In ihrem Format „Plot House“ spricht sie regelmäßig mit Gästen aus Popkultur, Internet und Gesellschaft über persönliche Geschichten, Identität, Mental Health und Zeitgeist-Themen. Der Publikumspreis für den „Live-Podcast des Jahres“ ging an „Mord auf Ex“ mit den Hosts Leonie Bartsch und Linn Schütze. Der True-Crime-Podcast gehört zu den erfolgreichsten Formaten im deutschsprachigen Raum. „Alles top. Gerne wieder! – Der Ebay-Podcast rund um Handel & E-Commerce“ von Ebay lag bei „Brand & Branded“ vorne.

Initiiert wurde der Deutsche Podcast Award von Unternehmen der deutschen Audio- und Medienlandschaft wie Acast, Amazon Music, ARD Sounds, CampfireFM, Deutschlandfunk, Podimo, RTL+, Seven.One Audio und Spotify. Für die Konzeption, strategische Ausrichtung und Umsetzung war We Are Era verantwortlich.

Alle Nominierten auf der Shortlist finden Sie hier.

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