Beste Wissenschafts-Pressemitteilungen gekürt

Informationsdienst Wissenschaft

Der Informationsdienst Wissenschaft (IDW) hat drei Pressestellen mit dem IDW-Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet. Der Preis wird in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vergeben und würdigt Pressemitteilungen, die „von hoher handwerklicher Professionalität sind, über einen überragenden Nachrichtenwert verfügen und wissenschaftlich relevant sind“.

Den ersten Platz belegte die Pressemitteilung „Die ‚Fibel‘ führt zu besserer Rechtschreibung“ des Dezernats Hochschulkommunikation der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. IDW-Laudator Josef Zens lobte vor allem die handwerkliche Qualität des Textes, seine klare Sprache und den vorbildlichen Aufbau. Außerdem sei der Nachrichtenwert sehr hoch; die Pressemitteilung liefere „grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse“, die nicht nur für die Eltern von Grundschulkindern von großer Bedeutung seien.

Platz zwei ging an die Stabsstelle Unternehmenskommunikation des Universitätsklinikums Freiburg. Auch die Pressemitteilung „Schlaflosigkeit – nur ein böser Traum?“ überzeugte mit ihrem hohen Nachrichtenwert. Schließlich seien die meisten von uns schon einmal von Schlaflosigkeit betroffen gewesen, hieß es in der Begründung.

Den dritten Platz erreichte die Pressemitteilung „AWI-Forscher messen Rekordkonzentration von Mikroplastik im arktischen Meereis“ der Abteilung Kommunikation und Medien des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremen. In der Kategorie „Wissenschaftlicher Wert“ wurde sie am höchsten bewertet.  

Journalistenpreise gebe es mehr als 500 allein in Deutschland, so der IDW zur Idee hinter dem Preis. Die Pressemitteilung als wichtiges Rohmaterial für journalistische Arbeiten werde jedoch kaum je ausgezeichnet. Mit dem IDW-Preis soll dieser Mangel behoben werden.

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Der IDW veröffentlicht auf seiner Webseite jährlich rund 20.000 Pressemitteilungen aus mehr als 1.000 wissenschaftlichen Einrichtungen. Den Pressestellen werden Qualitätsstandards für ihre Inhalte vorgegeben; beispielsweise sind werbliche Aussagen unzulässig. Als Qualitätsanreiz schreibt der IDW jährlich den IDW-Preis für Wissenschaftskommunikation aus. In diesem Jahr hatten sich 89 Pressestellen aus Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz um den Preis beworben. Die Sieger erhielten 2.000 Euro, die Zweitplatzierten 1.000 Euro und die Drittplatzierten 500 Euro Preisgeld: Damit soll die weitere Qualitätssicherung ihrer Presse- und Kommunikationsarbeit unterstützt werden.