Berlin: Zahl angestellter PRler steigt um 59%

Kommunikationsbranche

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig angestellten Öffentlichkeitsarbeiter in Berlin ist in den letzten gut fünf Jahren um knapp 59 Prozent gestiegen – von 2.737 auf 4.351 Beschäftigte. Das gehört zu den Ergebnissen einer Analyse, die der DJV Journalistenverband Berlin-Brandenburg (JVBB) auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit erstellt hat.

Auch im benachbarten Bundesland Brandenburg gab es zwischen 2013 und 2018 im PR-Bereich Arbeitsplatzgewinne, wenn auch in geringerem Ausmaß und auf deutlich niedrigerem Gesamtniveau: 2013 waren noch 397 Brandenburger sozialversicherungspflichtig in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, im Jahr 2018 dagegen 490. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 23 Prozent.

Journalismus wächst ebenfalls

Der Journalismus-Bereich bleibt in beiden Bundesländern größer als die PR und wächst ebenfalls – allerdings prozentual erheblich langsamer. In Berlin betrug der Anstieg journalistisch Beschäftigter innerhalb des analysierten Zeitraums etwa 30 Prozent (von knapp 7.000 auf knapp 10.000), in Brandenburg gut 5 Prozent (knapp über 1.000).

Die gesamte Kommunikationsbranche – PR und Journalismus zusammengerechnet – schuf somit zwischen 2013 und 2018 mehr als 4.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Berlin, ungefähr vierzig Mal so viele wie in Brandenburg.

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Journalisten ist in beiden Bundesländern im Fünfjahresvergleich geringfügig gesunken, die der arbeitslos gemeldeten Öffentlichkeitsarbeiter dagegen geringfügig gestiegen. 2018 waren in Berlin 904 Journalisten als arbeitslos registriert (Brandenburg: 87) sowie 437 Öffentlichkeitsarbeiter (Brandenburg: 36).

Der JVBB selbst weist darauf hin, dass diese Zahlen allerdings nur grobe Tendenzen widerspiegeln. Unschärfen in der Statistik der Arbeitsagentur müssten ebenso einkalkuliert werden wie die große Anzahl freiberuflicher und prekärer Beschäftigungsverhältnisse.

Tatsächlich liege die Gesamtzahl der Berufstätigen in der Kommunikationsbranche höher als die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Vor allem in Berlin sei das Wachstum der Branche in den letzten Jahren jedoch in jedem Fall erheblich.