In unserer neuen Ausgabe gibt es ein Interview mit Gabriele Kaminski und Christian Löcker. Die beiden Personalberater sagen im Gespräch mit Kathi Preppner vier Sätze, die viel darüber verraten, worauf es in der Kommunikation ankommt: „Bei Einstiegspositionen ist der Fokus auf Skills naturgemäß ausgeprägter. Im Laufe der Karriere kommt viel Erfahrungswissen dazu“, lautet das eine Zitat. „Bei Leitungspositionen ist der Zugang zum CEO einfach wichtig. Das heißt nicht, dass man befreundet sein muss, aber man muss sich vertrauen und insbesondere in Krisensituationen aufeinander verlassen können“, ist das zweite.
Die Kommunikationswelt ist so facettenreich, dass es eigentlich für jeden den passenden Job geben sollte. Ob man ihn bekommt, ist eine andere Frage, aber zumindest theoretisch kann man sich Stellen anhand der eigenen Stärken und Interessen aussuchen. Entscheidend wird irgendwann im Laufe einer Karriere die Frage, was ich überhaupt erreichen möchte. Will ich ein Team leiten? Möchte ich täglich Kontakt mit meinem CEO oder Chef haben? Liegen mir Management und Personalführung? Wer es anstrebt, in einem Unternehmen eine Führungsrolle zu übernehmen, für den ist es in meinen Augen wichtig, am Anfang seiner Karriere möglichst viele verschiedene Bereiche der Kommunikation kennengelernt zu haben. Davon profitiert man ungemein.
Niemand weiß aus dem Stegreif, wie man mit einem unfreundlichen Fragenkatalog des „Spiegel“ umgeht. Hat man das ein paarmal gemacht, fühlt sich das gleich ganz anders an. Oder wie gehe ich damit um, wenn es in meiner Firma zu Entlassungen kommt? Wie sind Shitstorms einzuordnen? Wie baue ich ein Team oder einen Newsroom auf? Hier kommt das „Erfahrungswissen“ zum Tragen, von dem oben die Rede ist. Man benötigt Handwerkszeug, um eine Idee zu haben, wie man all das angehen soll – und ein starkes Team.
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In dieser Ausgabe gibt es außerdem ein Interview mit Annette Siragusano. Sie übernimmt Anfang März die Leitung der Kommunikation bei der Otto Group. Mit ihr haben wir über Skills in der Kommunikation und insbesondere über das Thema KI gesprochen. Ein Interview habe ich zudem mit Regine Kreitz geführt. Sie wurde im vergangenen Jahr als BdKom-Präsidentin wiedergewählt. Es geht in dem Gespräch darum, was der Verband inhaltlich vorhat und wen er ansprechen will. Ein zweites Themenfeld ist „Table Briefings“. Kreitz leitet bei dem Medienunternehmen die Kommunikation.
Weitere Themen: Carolin Sachse-Henninger berichtet über zwei Creator und beleuchtet, wie sie arbeiten. Alexander Gutzmer war bei Roche in Basel und berichtet in seiner Reihe zu Corporate Architecture über die Bauästhetik des Pharmakonzerns. Außerdem geht es um KI-Skills und um die Frage, wie tief man das Thema durchdringen muss. In einem Pro und Kontra führe ich aus, warum ich Expertise in Media Relations für eine Stelle als Kommunikationschef weiterhin als die zentrale Kompetenz ansehe. Elke Beune von Orafol plädiert dafür, andere Skills nicht zu unterschätzen.
Dieser Beitrag erschien zuerst in der gedruckten Ausgabe #Skills. Das Heft können Sie hier bestellen.