Wie lassen sich die wichtigsten Stakeholder für einen Weg gewinnen, dessen Ende nicht abzusehen ist? Vor dieser Herausforderung stehen viele Unternehmen. Technologiewandel, Geopolitik, sich verschiebende Wachstumsmärkte und Wettbewerbsbedingungen führen zu multiplen Transformationen. Das heißt: Organisation, Geschäftsmodell, Kultur und mehr werden parallel weiterentwickelt. Häufig gehören auch Kapitalmarktmaßnahmen dazu. Dabei endet die Transformation nicht mit dem Erreichen eines neuen Zielzustands, sondern geht dynamisch weiter.
Zuversicht und Vertrauen in Veränderung gewinnen
Die Anforderungen sind hoch, die Unsicherheit der Stakeholder in solchen Veränderungsprozessen abzubauen sowie Vertrauen und Zuversicht in eine erfolgreiche Transformation zu gewinnen. Für die Studie „Leading without Landing – Leadership perspectives on the new reality of organisational change“ von H/Advisors wurden weltweit mehr als 600 Führungskräfte zu ihren Transformationserfahrungen befragt. Die Ergebnisse zeigen: Entscheidend für den Transformationserfolg sind ein überzeugendes Narrativ, die gezielte Beteiligung der Stakeholder und ein Ausbau der Veränderungskompetenz im Unternehmen.
Narrativ als Steuerungsinstrument
Eine unklare Veränderungsstrategie wird von 34 Prozent der Führungskräfte als größte Herausforderung genannt. Inkonsistente Kommunikation folgt mit 31 Prozent. Offenbar werden Rationale, Logik und zeitlicher Ablauf der Veränderungsmaßnahmen nicht verstanden. Das Narrativ ist daher ein zentrales Steuerungsinstrument für die Transformation. Über die iterative Abstimmung entsteht in der Unternehmensführung Klarheit über Inhalte und Kernaussagen. Und: Die Erzählstruktur reduziert Komplexität, verdeutlicht die Logik der Veränderung und spricht emotional an – was für eine breitere Kommunikation entscheidend ist.
Dialog ausbauen
37 Prozent der befragten Führungskräfte sehen eine bessere Abstimmung zwischen den Führungsebenen und eine frühere Einbindung (34 Prozent) als erfolgskritisch an. Gerade in wichtigen Phasen sind daher Dialog- und Abstimmungsformate entlang der Führungskaskade auszubauen, da die vorhandenen Regelformate meistens nicht ausreichen.
Führungskräfte unterstützen
Wie veränderungsbereit die Organisation ist, wird von CEO und HR-Verantwortlichen häufig unterschiedlich eingeschätzt, so die Studie. Die Brücke zwischen allgemeiner Veränderungsnotwendigkeit und jeweiliger Situation in den Teams können dabei nur die Führungskräfte schlagen. Sie sind in ihrer Führungsaufgabe mit Kommunikationsmaterialien, Trainings und auch durch den direkten Austausch mit der Unternehmensführung zu unterstützen.
Wie sich die Kommunikation multipler Transformationen gestalten lässt, stellen wir auf dem KommunikationsKongress gemeinsam mit Eva Appold, Senior Vice President Communications & Marketing AUMOVIO SE, vor:
Mobilität der Zukunft gestalten: Kommunikation zu Ausgliederung, Marke, IPO und mehr, 18. September, 11.45 – 12.30 Uhr.