Ende der Reichweite? Social Media als Risikofaktor

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Lange galt Social Media als verlässlicher Hebel für Reichweite und Reputation. Mit KI-generierten Inhalten verändert sich die Logik der digitalen Öffentlichkeit grundlegend: KI-Slop, Deepfakes und automatisierte Desinformationskampagnen überfluten die Plattformen und untergraben die Wirksamkeit klassischer Kommunikationsstrategien zunehmend.

Was bedeutet das konkret für die Kommunikation?

Zum einen verlieren etablierte Feed-Mechaniken an Steuerbarkeit: Inhalte konkurrieren nicht mehr nur mit anderen Marken, sondern mit massenhaft synthetisch erzeugtem Content. Gleichzeitig verschiebt sich die Sichtbarkeit zunehmend hin zu Inhalten, die von LLMs aggregiert werden. Das bedeutet, Informationen werden nicht mehr nur für Menschen, sondern vor allem für Maschinen aufbereitet – mit direkten Auswirkungen auf Reichweite, Auffindbarkeit und Wahrnehmung.

Wie kann unter den veränderten Bedingungen die eigene Reputation gesichert werden?

Neben dem Verlust an Sichtbarkeit und Reichweite kommt ein wachsendes Reputationsrisiko: KI ermöglicht die Verbreitung von Desinformation in bislang unerreichter Dimension und Geschwindigkeit. Autonom handelnde Systeme wie KI-Agenten können das Image von Marken und Unternehmen gezielt beeinflussen oder beschädigen. Plattformen entwickeln sich somit von einem Performance-Instrument hin zu einem potenziellen Risikofaktor.

Moderne Reputationsanalysen von pressrelations können dabei helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und fundiert zu bewerten. Auf Basis tagesaktueller Mediendaten lassen sich imageprägende Themen sowie Wettbewerbsstärken und
-schwächen identifizieren. Auf dieser Grundlage können strategische Kommunikationsmaßnahmen abgeleitet werden, um die eigene Reputation zu sichern (weitere Informationen hier).

Vom digitalen Overload zur analogen Sehnsucht

Ein zusätzlicher Treiber dieser Entwicklung ist die sogenannte Echtheitswende oder analoge Renaissance: Immer mehr Menschen wenden sich aus Gründen wie mentaler Belastung, Vertrauensverlust oder Reizüberflutung von Social Media ab. Formate wie Offline Clubs verdeutlichen diesen Wunsch nach echten Erlebnissen. Zugleich steigt mit Konzepten wie Authenticity 3.0 die Erwartung an transparente, glaubwürdige Kommunikation – insbesondere im Umgang mit KI.

So verstehen Sie die neue Dynamik

Kommunikationsverantwortliche sehen sich damit existenziellen Fragen gegenüber: Wo wird Sichtbarkeit künftig überhaupt noch erzeugt und wie kann man wirksam mit zukunftsgerichteten Kommunikationsstrategien auf die neuen Dynamiken reagieren?

Diesen Fragen gehen Oliver Heyden (pressrelations) und Jörg Hoewner (K12) auf dem Kommunikationskongress 2026 nach. In ihrem Vortrag beleuchten sie die zentralen Entwicklungen des Social Webs, identifizieren die wichtigsten Indikatoren und zeigen, wie Kommunikation auch in einem von LLM-Logiken, Desinformation und Vertrauensverlust geprägten Umfeld wirksam bleiben kann.

 

KI-Slop, Desinformation, Deepfakes, Echoräume: Verliert Social Media an Wert? 17. SEP 2026 | Tag 1 | 15:20 Uhr | Track 4: Medien | Kommunikationskongress 

Logo von pressrelations in Grün mit dem Slogan "knowledge discovery" rechts daneben.