Diese Frage habe ich gemeinsam mit Julius van de Laar auf dem Kommunikationskongress 2025 in Berlin diskutiert. In unserer Session „Zwischen Lautstärke und Wirkung: Was Kommunikation heute braucht“ ging es darum, wie Führungskräfte zwischen Plattformlogiken, Erwartungsdruck und dem Wunsch nach echter Wirkung navigieren können.
Führung unter Kommunikationsdruck
Führungskräfte stehen heute im Spannungsfeld von permanenter Echtzeitkommunikation, wachsenden Erwartungen und dem Ruf nach Haltung. Doch: Wer laut ist, wird zwar gehört – aber auch verstanden? Wirkung entsteht nicht durch Reichweite, sondern durch Relevanz, Resonanz und Verantwortung.
Laut ≠ Wirkung
In einer Welt, in der alle schreien, steigt die Lautstärke – nicht die Wirkung. Leise Kommunikation ist keine Schwäche, sondern eine Haltung. Leise heißt: zuhören, verbinden, differenzieren, Substanz zeigen. Gerade in Zeiten von Unsicherheit und Polarisierung brauchen wir Kommunikation, die nicht nur sendet, sondern auch empfängt.
Haltung zeigt sich im Tun
Kommunikation darf kein Lippenbekenntnis sein. Sie muss gelebte Werte spiegeln. Führung zeigt sich nicht im Slogan, sondern im Handeln. Gleichzeitig gilt: Ein wenig mehr Inszenierung des richtigen Handelns täte uns in Deutschland gut – in Politik wie in Wirtschaft.
Kommunikation schafft Orientierung
Echte Führung bedeutet, Komplexität verständlich zu machen. Orientierung entsteht durch Zuhören, Differenzierung und Dialog. Genau hier liegt eine zentrale Aufgabe für CEOs und ihre Kommunikationsstäbe: Komplexität aushalten – und erklären. Intern wie extern.
Deloitte Strategic Communications
Genau an dieser Schnittstelle begleiten wir Führungskräfte. Mit maßgeschneiderten Kommunikationsstrategien, die differenzieren, Klarheit schaffen und Substanz zeigen. Unser Ziel: Kommunikation, die Vertrauen stiftet, Haltung sichtbar macht und Wirkung entfaltet – intern wie extern.
Denn Wirkung entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Haltung, Substanz und strategische Klarheit.