Zehn Top-Jobs im DAX 40 gewechselt

Studie

Die Personalberatung PRCC hat im Rahmen der „Turnover-Studie“ ausgewertet, wie viele Stellen 2025 als Kommunikationschefinnen und -chefs im DAX 40 und MDAX, in führenden deutschen Familienunternehmen sowie bei den in den Top-Indizes vertretenen Unternehmen aus Österreich (ATX) und der Schweiz (SMI) neu besetzt wurden und wie das Geschlechter-Verhältnis ist.

Im Jahr 2025 habe es der Auswertung zufolge im DAX 40 deutlich mehr Wechsel als 2024 gegeben. Zehn Top-Kommunikationsjobs seien neu besetzt worden, während es 2024 lediglich vier gewesen seien. Wechsel gab es an der Spitze bei Adidas, Beiersdorf, Commerzbank, Continental, Fresenius, Mercedes-Benz, Munich Re, RWE, Siemens und Symrise.

Stellen seien dabei häufig intern nachbesetzt worden. Während 2024 noch alle vier Vakanzen mit externen Kandidaten besetzt worden seien, seien im vergangenen Jahr sechs von zehn Nachbesetzungen intern erfolgt. Vier von zehn Positionen seien mit weiblichen Kommunikationsverantwortlichen neu besetzt worden. Im Jahr 2024 waren alle neuen Stelleninhaber männlich. Der Frauenanteil in den Führungspositionen in den ausgewerteten Konzernen liege allerdings weiterhin nur bei rund einem Drittel und habe sich nicht erhöht. Ein Grund: Auf Frauen seien überwiegend Frauen in den Spitzenjobs gefolgt; seltener Frauen auf Männer.

Weniger Bewegung im MDAX

Im MDAX und in den größten deutschen Familienunternehmen hat es insgesamt deutlich weniger Wechsel bei den Kommunikationsleitungen als im DAX 40 gegeben. Im MDAX habe jeder fünfte Kommunikationsverantwortliche die Leitungsrolle sogar bereits mehr als zehn Jahre inne. Auch im MDAX seien rund zwei Drittel der Kommunikationsleitungen von Männern besetzt. Bei Familienunternehmen sei der Frauenanteil etwas höher. In den Unternehmen aus den deutschsprachigen Nachbarländern sind der Auswertung zufolge mit 55 Prozent in Österreich und 60 Prozent in der Schweiz mehr Frauen auf Führungspositionen vertreten.

„Das C-Level erwartet nicht unbedingt Vorerfahrung als Nr.-1-Kommunikator:in. Viele neue Stelleninhaber:innen kommen aus der zweiten Reihe; einige aus anderen Branchen, manche aus Beratungskontexten“, sagt PRCC-Geschäftsführer Philip Müller zu den Ergebnissen. „In Zeiten, in denen Führungsetagen aus allen Richtungen unter ständigem Druck stehen, brauchen sie CCOs, die über ihren eigenen Tellerrand hinausblicken und als wirksames Bindeglied zwischen C-Level und den zentralen internen und externen Stakeholdern fungieren. Dazu gehört auch der konsequente und empathische Umbau des eigenen Bereichs.“

Die Untersuchung ist Teil des internationalen „CCO Turnover Reports“, den PRCC gemeinsam mit internationalen Partnern aus dem CASA-Netzwerk für Europa, das Vereinigte Königreich und die USA erstellt hat.

 

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