So erkläre ich anderen meinen Job …
Das kommt auf die Zielgruppe an. Bei meiner Familie starte ich bei den Basics der Pressearbeit und erkläre, warum das etwas anderes ist als Werbung. Im Kern geht es bei meinem Job aber darum, mit Medien und Meinungsmacher*innen in den Austausch zu kommen und unsere vielen Nachhaltigkeitsinitiativen sichtbar zu machen. Dafür bin ich jeden Tag mit vielen Expertinnen und Experten aus dem Nachhaltigkeitsbereich oder dem Qualitätswesen im Austausch und lerne jeden Tag Neues dazu.
Die größte Herausforderung in meinem beruflichen Alltag ist …
… Nachhaltigkeit und Discount glaubhaft kommunikativ miteinander zu verbinden. Die Idee, alles, was teuer ist, müsse automatisch auch nachhaltiger sein, gibt es nach wie vor in vielen Köpfen – vor allem mit Blick auf Lebensmittel. Meine Aufgabe ist es, das aufzulösen und kommunikativ zu zeigen, wo wir als Aldi Süd im Bereich Nachhaltigkeit vorangehen und Nachhaltigkeit so leistbar machen.
Unverzichtbare Skills in der Kommunikation sind …
… für mich erstens: eine gute Organisation und vorausschauendes Denken. Zweitens: die Fähigkeit, gut zuzuhören, und die Bereitschaft, Neues zu lernen und andere Perspektiven einzunehmen. Und drittens: eine klare und transparente Kommunikation nach außen, aber auch nach innen.
Dafür nutze ich KI …
Neben den klassischen Use Cases wie Texterstellung und Co. nutze ich KI, um mich besser in meine Zielgruppe hineinzuversetzen. Ich gebe der KI zum Beispiel eine konkrete Rolle und chatte dann mit meiner Zielgruppe. So kann ich herausfinden, welche kommunikativen Maßnahmen besonders zielführend sein können oder welche Rückfragen ich bei einer Präsentation aus dem Publikum erhalten werde.
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Kommunikation bei Aldi Süd macht für mich aus …
… dass die Themen, mit denen ich mich beschäftige, von Natur aus eine gewisse Relevanz und Tragweite haben. Aldi Süd ist Grundversorger. Tagtäglich gehen sehr viele Menschen bei uns einkaufen. Wenn wir uns als Unternehmen dazu entscheiden, einen Vorstoß im Bereich Nachhaltigkeit zu wagen, kann das flächendeckende Veränderungen anstoßen und Bewegung in die ganze Branche bringen. Solche Entwicklungen und Entscheidungen kommunikativ zu begleiten, reizt mich besonders.
Wenn ich anderen erzähle, dass ich bei Aldi Süd arbeite …
… werde ich meistens als Erstes gefragt, ob ich nicht einen Rabatt für den nächsten Einkauf klarmachen kann. Da merke ich dann immer, wie viele unterschiedliche Leute bei uns einkaufen, und das ganz unabhängig vom Einkommen. Und egal mit wem ich mich unterhalte, alle haben ihre eigene, persönliche Aldi-Geschichte auf Lager. Das finde ich echt spannend. Es ist außerdem ein super Eisbrecher für jedes Gespräch.
Mein Einstieg in die Arbeitswelt verlief …
… recht geradlinig. Im Studium habe ich erste Erfahrung im Online-Journalismus gemacht, bin dann aber schnell auf die ,,andere Seite‘‘ gewechselt. Nach einem Praktikum bei LHLK war für mich klar, dass meine Zukunft in der Öffentlichkeitsarbeit liegt. Während meines Masterstudiums folgte ein sechsmonatiges Praktikum bei Danone in der Unternehmenskommunikation mit der Erkenntnis: Die Lebensmittelindustrie finde ich besonders spannend. Nach dem Studium habe ich dann in der Kommunikationsabteilung einer Unternehmensberatung gestartet und bin dann nach gut 1,5 Jahren zu Aldi Süd gewechselt.
Mein bevorzugtes Social-Media-Netzwerk ist …
… Linkedin. Für mich ist es ein super Tool, um mit relevanten Kontakten in den Austausch zu kommen und es auch zu bleiben. Gute Kontaktpflege auf Linkedin hat sich für mich in der Vergangenheit schon oft ausgezahlt und mir die eine oder andere Tür geöffnet – auch mit Blick auf meine eigene Karriere.
Der Fragebogen wurde schriftlich beantwortet.
Dieser Beitrag erschien zuerst in der gedruckten Ausgabe #Zukunft. Das Heft können Sie hier bestellen.