Vorgestellt: Felicia Fullbrecht

Fragebogen

So erkläre ich anderen ­meinen Job …

Ein bisschen Organisationstalent, ein bisschen Krisenmanagerin, ein bisschen Texterin und ziemlich viel Multitasking. E-Mails, Telefonate, Zitatfreigaben, Pressemitteilungen und Pressetermine gehören zu meinem Alltag. Und das Ganze nicht immer vom Schreibtisch aus, sondern auch von unterwegs.

Für einen Verband zu ­arbeiten, ist spannend, weil …

… meine Arbeit dazu beitragen kann, wie öffentliche Debatten geführt werden. Man bekommt vieles früh mit und kann politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen mitgestalten.

Das macht mir besonders viel Spaß …

Das Begleiten von Hintergrundgesprächen. Der offene Austausch, spannende Diskussionen und auch Einblicke in das, woran Journalistinnen und Journalisten gerade arbeiten und welche Themen sie vertiefen, sind für mich besonders interessant.

Ebenso machen mir die Vorbereitungen große Freude, die gerade für die IAA Transportation in Hannover laufen. Als Sprecherin entwickle ich dafür die kommunikativ-politischen Botschaften, schreibe Mitteilungen und bin Ansprechpartnerin für Journalistinnen und Journalisten zur Veranstaltung im September.

Zum Telefon greife ich, wenn …

… alle anderen Kommunikationswege zu lange dauern würden. Zugegeben: Als typischer Millennial telefoniere ich nicht unbedingt gerne. Aber wenn die Zeit drängt, mehrere Personen eingebunden sind oder eine schnelle Abstimmung gefragt ist, führt kein Weg am Telefon vorbei.

Skills, die man in der Kommunikation unbedingt braucht …

Ein gutes Gespür für Themen und dafür, wohin Journalistinnen und Journalisten mit ihrer Story wollen. Ich denke, es geht darum, schnell zu verstehen, welches Interesse dahintersteht und wie man Inhalte so aufbereitet, dass sie wirklich anschlussfähig sind. Auch wichtig: die Fähigkeit, in dynamischen Situationen ruhig und strukturiert zu bleiben. Die geopolitischen Veränderungen steigern die Komplexität, Geschwindigkeit und Dynamik rasant, mit der wir kommunizieren.

Eine Aufgabe, die mir gerne eine KI abnehmen könnte, ist …

… ganz klar das Korrekturlesen. Buchstabendreher, eine vergessene Endung oder ein Leerzeichen zu viel – da ist die KI viel schneller. Gleichzeitig nutze ich KI, um meine eigenen Botschaften zu testen, indem ich die KI mögliche kritische Fragen entwickeln lasse.

Was ich in der Politik gelernt habe …

Insbesondere auf junge Frauen kann der politische Betrieb am Anfang durchaus einschüchternd wirken. Das haben mir auch viele so geschildert. Mein wichtigstes Learning ist deshalb: auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen und sich selbstbewusst in Diskussionen einbringen. Unterschiedliche Perspektiven am Tisch sorgen dafür, dass oft die besseren Lösungen rauskommen.

Autos sind für mich …

… vor allem Innovationstreiber. Mich faszinieren die Entwicklungen rund um klimafreundliche Mobilität, Elektrifizierung, Software und die Transformation der Industrie. Für mich und meine tägliche Arbeit stehen auch die Menschen im Fokus, die diese Branche gestalten.

Podcasts, die ich gerne höre …

Als gebürtige Hessin verlasse ich morgens nicht das Haus, ohne den „FAZ-Frühdenker“-Podcast gehört zu haben. Gleich danach gibt es das „Handelsblatt Morning Briefing“ und „Table.Today“ auf die Ohren. So habe ich immer schon die Themen auf dem Schirm, die für mich am Arbeitstag wichtig werden könnten.

Mein Supertipp für den ­Einstieg in die PR …

Praktische Erfahrung durch Praktika zu sammeln, hat mir bei meinem Einstieg eine super Orientierung gegeben, in welche Richtung ich mich beruflich entwickeln möchte und welche thematischen Schwerpunkte mir wichtig sind. Das kann ich Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern weiterhin empfehlen. Und es lohnt sich, früh ein Netzwerk aufzubauen – etwas, womit ich erst verhältnismäßig spät begonnen habe. Das würde ich, wenn ich könnte, heute anders machen.

Der Fragebogen wurde schriftlich beantwortet.


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Dieser Beitrag erschien zuerst in der gedruckten Ausgabe #Social. Das Heft können Sie hier bestellen.

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