Siemens erhält Thought Leadership Award

Thought Leadership Award

Siemens erhält den Thought Leadership Award. Der Medienanalyse-Anbieter Unicepta zeichnet damit den Technologiekonzern für dessen Kommunikation zu gesellschaftlichen Themen aus. Der Preis wird am 18. September auf dem Kommunikationskongress in Berlin verliehen.

Für den Award untersuchte Unicepta in diesem Jahr die Kommunikation der 50 sichtbarsten Unternehmen in Deutschland. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie kontinuierlich und glaubwürdig Unternehmen gesellschaftlich relevante Themen über verschiedene Kanäle hinweg besetzen. Dazu wurden knapp 140.000 Datenpunkte aus Online- und Printmedien, Social Media sowie erstmals aus Ergebnissen generativer KI-Systeme ausgewertet. Der Untersuchungszeitraum reichte von August 2024 bis Juni 2026. Bewertet wurden die vier Bereiche Demokratie, Diversität, Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit.

Siemens erreichte nach Angaben von Unicepta über alle vier Bereiche hinweg die beste Gesamtbewertung. Der Konzern, der 772 von 1.000 möglichen Punkten erzielte, überzeugte demnach mit einem konsistenten Narrativ, das technologische Zukunft, wirtschaftliche Transformation und gesellschaftliche Verantwortung verbinde. Diese Themen seien fester Bestandteil der Unternehmensidentität, nicht nur einzelner Kommunikationsanlässe.

Konsumentenmarken weit vorne

Hinter Siemens folgen die Drogeriemarktketten dm mit 748 Punkten und Rossmann mit 735 Punkten. Fritz-Kola kommt mit 710 Punkten auf Rang fünf. Die drei Konsumentenmarken liegen damit vor Konzernen wie SAP, der Deutschen Bahn oder der Allianz.

Unicepta zufolge zeigt das Ranking, dass eine hohe Reichweite allein nicht für eine gute Bewertung ausreicht. So erreichte dm mit rund 2.500 untersuchten Beiträgen den zweiten Platz. Volkswagen kam trotz etwa 15.000 Beiträgen nur auf Rang 47.

Tabelle mit den Top 10 Unternehmen und ihren Punktzahlen, darunter Siemens, DM-Drogeriemarkt und Deutsche Telekom.

Die Top-10 im Unicepta-Ranking. © Quelle: Unicepta

Auch die übrigen untersuchten Autohersteller landeten weit hinten. Audi, Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen belegen die Ränge 44 bis 47. Gleichzeitig erzielten sie laut Unicepta die höchsten Reichweiten im Teilnehmerfeld.

„Siemens zeigt, dass Haltung im KI-Zeitalter nicht mehr nur in klassischen Medien entsteht, sondern zunehmend davon abhängt, ob Inhalte für KI-Systeme verständlich, zitierbar und dauerhaft verfügbar sind“, sagt Unicepta-Mitgeschäftsführer Sebastian Rohwer. Sichtbarkeit allein reiche jedoch nicht. Entscheidend sei, dass die Kommunikation über Zeit und Kanäle hinweg konsistent bleibe.

Siemens bei Demokratie und Toleranz vorne

Im Themenfeld Demokratie und Toleranz erreicht Siemens laut Auswertung eine Sichtbarkeit von 33,2 Prozent und damit den höchsten Wert im Teilnehmerfeld. Insgesamt erfasste Unicepta für den Konzern rund 10.000 Beiträge und 650 Millionen potenzielle tägliche Kontakte. Das Net Sentiment, das positive und negative Resonanz gegenüberstellt, lag bei plus 67.


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Als Beispiele für die Kommunikation von Siemens nennt Unicepta Initiativen wie „#WeRemember“ und „Made for Germany“. Sie stehen nach Einschätzung der Analysten dafür, dass Themen wie demokratische Verantwortung und Erinnerungskultur dauerhaft Teil der Unternehmenskommunikation sind.

Eine besondere Rolle spielt zudem Vorstandschef Roland Busch. Seine Kommunikation diene weniger der persönlichen Inszenierung als der Einordnung wirtschaftlicher, technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen, heißt es in der Auswertung. Im Bereich der Vorstandskommunikation zählt Siemens bei Haltungsthemen mit einem Wert von 19,5 Prozent zur Spitzengruppe.

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