Pressemitteilungen bleiben gefragt

Media Relations

Pressemitteilungen sind nach wie vor die wichtigste Recherchequelle für Journalisten. Besonders geschätzt werden sie, wenn sie Hintergrundinformationen und Bilder enthalten. Das ist das Ergebnis einer Befragung des PR-Dienstleisters News Aktuell unter mehr als 1.000 Medienschaffenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Mai und Juni dieses Jahres.

Demnach nutzen 85 Prozent der Befragten die Pressemitteilung als Recherchequelle. Knapp dahinter folgt das direkte, persönliche Gespräch (84 Prozent). Suchmaschinen nutzen 80 Prozent der Befragten als Einstieg in ihre Recherche. Pressekonferenzen und Veranstaltungen sind für 71 Prozent wichtig.

Die Relevanz von Pressemitteilungen für die journalistische Recherche zeigt sich auch in der Häufigkeit ihrer Nutzung: Eine große Mehrheit der Befragten greift täglich (43 Prozent) oder mehrmals pro Woche (27 Prozent) auf Pressemeldungen von Unternehmen oder Agenturen zurück. Immerhin 18 Prozent nutzen sie mehrmals monatlich in ihrem Arbeitsalltag.

Künstliche Intelligenz wird bei der Recherche hingegen bislang zögerlich genutzt: 38 Prozent der befragten Medienprofis greifen für die Recherche auf Tools wie ChatGPT, Perplexity und Co. zurück.

Hintergrundinfos und Bilder meistgenutztes PR-Begleitmaterial

Die Medienprofis schätzen Begleitmaterial, vor allem vertiefende Inhalte. Drei Viertel der Befragten bewerten Hintergrundinformationen und Fact Sheets (als PDF oder Link) als besonders wichtig. Sie fließen bei 44 Prozent der Befragten täglich oder mehrmals pro Woche in die Berichterstattung ein.


Lesen Sie auch:


Zwei von drei Journalisten wünschen sich begleitendes Fotomaterial (67 Prozent). Die Hälfte der Medienprofis (48 Prozent) verwendet täglich oder mehrmals wöchentlich Bilder, die ihnen von Unternehmen und PR-Agenturen zur Verfügung gestellt werden.

Für knapp die Hälfte der Befragten sind Studien und Whitepaper (46 Prozent) sowie Infografiken (44 Prozent) relevant, jeder Fünfte nutzt täglich oder mehrmals wöchentlich Studien und Whitepaper (22 Prozent) oder Infografiken (21 Prozent).

Video und Audio weniger relevant

Weniger relevant sind dagegen Videos und Audios. 66 Prozent der Befragten verwenden Bewegtbild- oder Audio-Material nur sporadisch (seltener als monatlich) oder gar nicht. Nur jeweils 17 Prozent der Befragten finden es wichtig, dass einer Pressemitteilung Bewegtbild oder O-Töne beigefügt werden. Unter den Radio-Journalisten finden allerdings 45 Prozent Audio durchaus wichtig. Unter denjenigen, die für Social Media berichten, halten 29 Prozent Video-Material für relevant.

News Aktuell hat auch danach gefragt, wie das PR-Begleitmaterial bereitgestellt werden sollte. Antwort: Drei Viertel der Journalistinnen und Journalisten (76 Prozent) wünschen sich einen direkten Download-Link in der Pressemitteilung. 62 Prozent bevorzugen den Versand als E-Mail-Anhang. Seltener genannt werden die Bereitstellung im Pressebereich der Unternehmenswebsite (38 Prozent) sowie über Presseportale (23 Prozent).

Weitere Artikel