Die meisten Menschen in Deutschland wollen wissen, wenn Politiker künstliche Intelligenz für Reden oder Texte einsetzen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für KOM. Dazu wurden im Juni 5.000 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 18 Jahren online befragt.
Demnach sprechen sich 79 Prozent der Befragten dafür aus, dass Politiker offenlegen sollten, wenn sie KI-Anwendungen zum Erstellen von Reden oder Textbeiträgen nutzen. Lediglich etwa jede zehnte Person hält eine solche Transparenz für nicht notwendig.
Sorge vor Qualitätsverlust
Bei der konkreten Nutzung von KI als Schreibhilfe ist die Bevölkerung gespalten. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) bewertet es negativ, wenn Politiker KI zum Verfassen politischer Reden einsetzen. Knapp ein Drittel stimmt einem solchen Einsatz zu.

Am ehesten akzeptieren die Befragten den Einsatz als Hilfsmittel zur Textoptimierung (41 Prozent) oder Strukturierung (36 Prozent). Deutlich kritischer sehen sie das Erzeugen von Inhalten wie Zitaten (20 Prozent).
Auch die erwartete Qualität leidet aus Sicht vieler Befragter, sobald KI erkennbar beteiligt war. 60 Prozent gehen davon aus, dass sich die Qualität eines geschriebenen Beitrags verschlechtert. Nur etwa jede siebte befragte Person erwartet eine Verbesserung. Rund ein Fünftel sieht keinen Unterschied.
Zuletzt hatte es eine Debatte um den Einsatz von KI in politischen Reden und Gastbeiträgen gegeben, nachdem Fälle um Digitalminister Karsten Wildberger und den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt publik wurden.
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