Fußball-WM wird zum Second-Screen-Ereignis

Umfrage

Wenn am Donnerstag Mexiko und Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft eröffnen, werden hierzulande Millionen Menschen das Spiel vor dem Bildschirm verfolgen. Für viele bleibt es aber nicht bei einem Gerät: Einer repräsentativen Umfrage des Telekommunikationsanbieters O2 Telefónica Deutschland zufolge wird die WM zum Second-Screen-Ereignis. Drei Viertel der mehr als 1.000 Befragten wollen während der Spiele parallel ihr Handy nutzen. Für Telefónica ist Fußball nach eigenen Angaben einer der stärksten Treiber für mobile Datennutzung.

Jeder Dritte nutzt parallel Social Media

Zwar bleibt der Fernseher das zentrale Gerät für die Fußballübertragung: 93 Prozent der Befragten wollen die WM-Spiele über TV verfolgen. Gleichzeitig plant aber rund ein Drittel, auch Laptop, Smartphone oder Tablet zu nutzen. Fast jeder Zweite (46 Prozent) will parallel Messenger-Dienste wie Whatsapp nutzen, jeder Dritte Social Media. 18 Prozent planen, nebenbei online zu shoppen. Das Smartphone dient offenbar nicht nur der Ablenkung und Zweit-Beschäftigung. Es erfüllt außerdem die Funktion eines „WM-Rettungsankers“, wie es in der Pressemitteilung heißt. 43 Prozent der Befragten hätten in der Vergangenheit ein Fußballspiel nur dank Mobilfunk-Streaming sehen können; vermutlich aus zeitlichen und organisatorischen Gründen. 21 Prozent wollen auch dieses Mal die WM-Spiele per Handy verfolgen.

Die Mehrheit der Befragten will die Spiele allerdings zu Hause schauen, nur 18 Prozent planen Public Viewing oder den Besuch einer Fanzone. Weil viele Partien wegen der Zeitverschiebung bei uns spätabends oder nachts laufen, will jeder Vierte seltener einschalten. Immerhin die Hälfte der Befragten will alle Spiele mit deutscher Beteiligung live sehen. Rund jeder Zwölfte (8 Prozent) will sich der Umfrage zufolge extra für die WM einen neuen Fernseher kaufen.

24 Prozent der Befragten sind Gelegenheitsfans: Sie schauen nur dann Fußball, wenn Großturniere wie Europa- oder Weltmeisterschaften laufen. Frauen machen mit 71 Prozent den größten Teil dieser Gruppe aus.


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Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, die Studie sei von Civey durchgeführt worden. Das ist nicht der Fall. Wir haben die entsprechende Passage korrigiert. Den Fehler bitten wir zu entschuldigen.

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